Haarnadeln richtig verwenden – So geben sie den optimalen Halt

Haarnadeln bieten nicht immer den erforderlichen Halt. Grund dafür kann zum einen eine schlechte Qualität sein und zum anderen die falsche Anwendung.

Haarnadeln halten nicht
© VIKTORIIA – Fotolia.com

So ziemlich jeder möchte im Alltag perfekt gestylt wirken und stets top modisch aussehen, um den eigenen Stil-Ikonen nachzueifern oder selbst im eigenen Umfeld als eine zu fungieren. Zu dem perfekten Auftritt gehören natürlich auch schön gemachte Haare, die aussehen, als käme man frisch vom Friseur. Hierfür ist das richtige Zubehör von großer Bedeutung: Stylinggeräte, Haarbänder und –gummis, aber auch Haarnadeln gehören zu einer jeden Stylingausstattung dazu. So praktisch Haarnadeln für eine perfekte Frisur auch sein können: Meistens gehen sie verloren oder verrutschen schnell wieder, sodass die Frisur den Abend nicht durchhält.

Doch warum halten die Nadeln nicht so gewünscht? Hier einige Tipps, wie du das zukünftig ändern kannst.

Warum sind Haarnadeln so beliebt?

Haarnadeln, auch Bobby Pins genannt, sind in der Welt des Haarstylings längst fest etabliert. Im Gegensatz zu Haargummis helfen sie nämlich dabei, einzelne Strähnen oder ganze unterteilte Haarflächen festzustecken, in die richtige Richtung zu formen oder diesen bei einer bestimmten Frisur einfach nur Halt zu liefern. Dabei können sie gut sichtbar ins Haar eingebracht oder bei Belieben auch so versteckt werden, dass sie niemand sieht. Deshalb gehören die Haarnadeln schon lange zur Grundausstattung für Frisuren aller Art.

Sie sind so beliebt, weil sie sehr einfach anzuwenden sind, keinen Platz wegnehmen und bei Bedarf unauffällig und diskret verschwinden können, sodass die Frisur mühelos erzeugt aussieht. Dass sie bei der Anwendung im Haar nicht stören und auch nicht unangenehm wirken, ist ebenfalls ein großes Plus. Schützende Elemente verschonen bei der Anwendung außerdem das Haar und die Kopfhaut, was ebenfalls sehr positiv ist.

VorteileNachteile
✓ für jede Frisur gut geeignet
✓ können bei richtiger Anwendung viel Halt verleihen und zu ausgeklügelten Stylings verhelfen
✓ können sehr diskret verwendet werden
✓ lassen sich auch dekorativ nutzen
✓ verletzen weder Kopfhaut, noch knicken oder brechen sie das Haar
✓ in der Regel einfach anzuwenden
✓ kompakt und daher überall verstaubar
✓ lassen sich sehr preiswert erhalten
✓ in vielen Farben passend zu allen üblichen Haarfarben verfügbar
✓ für jeden Haartyp gut geeignet
✓ lassen sich für viele verschiedene Zwecke einsetzen
✗ gehen durch ihre kompakte Größe schnell verloren
✗ können ihre Schutzkappen unter Umständen verlieren
✗ bei falscher Anwendung bieten sie nicht den gewünschten Halt, sodass die gesamte Frisur verrutscht

Unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten

Am besten eigenen sich Haarnadeln für Hochsteckfrisuren, aber auch bei Zöpfen und offenem Haar lässt sich das Styling damit optimal unterstreichen. Und wer mit Haarnadeln dem Styling etwas Besonderes verleihen möchte, kann auf Modelle setzen, die mit Perlen, Kristallen oder bestimmten Farben verziert wurden und damit den nötigen Pepp liefern. Sind lästige Strähnen bei Alltagsaufgaben im Weg, lassen sie sich schnell und einfach aus dem Gesicht nehmen. Es sind also nahezu unendlich viele Nutzungen möglich: Das Abteilen der Strähnen beim Frisieren und Stylen, das Veredeln der Frisur, den Halt erhöhen, sowie das Erzeugen der Frisur selbst.

Wie sind Haarnadeln aufgebaut – und warum verrutschen sie so häufig?

Eine Haarnadel aus Metall besteht in der Regel aus zwei miteinander verbundenen Seiten. Eine davon ist komplett glatt, die andere wiederum gewellt. Auch ist das Ende der anderen Seite leicht nach oben gebogen. Doch welchen Zweck hat der Aufbau? Haarnadeln sind absichtlich auf diese Weise aufgebaut, damit die gewellte Unterseite das Haar hält, die gebogene Stelle den Halt verstärkt und die glatte Oberfläche auf dem Haar aufliegt, dieses also edel verziert oder diskret unter dem Deckhaar verschwindet. Wieso also halten Haarnadeln oft nicht?

Dies liegt meist daran, dass viele Menschen die Haarnadeln falsch herum einstecken, also mit der glatten Seite nach unten, sodass die gewellte Seite oben sichtbar wird. Dies hat den Nachteil, dass die Haarnadel nicht nur leichter aus dem Haar heraus rutschten, sondern das abstehende Ende der Unterseite auch nicht dazu genutzt wird, mehr Halt innerhalb der Frisur zu liefern. Das abstehende, leicht nach oben gebogene Endstück verliert durch die falsche Nutzung also seine Funktion, sodass es eigentlich nicht sehr verwunderlich ist, dass die Haarnadeln nicht halten.

Da es aber ein gängiger Fehler ist, ist er sicherlich auch dir schon einmal passiert. Doch keine Sorge – wir verraten dir einige Tipps, wie deine Haarnadeln künftig für besten Halt sorgen und das bei allen Frisuren.

❖ Halt der Haarnadeln verbessern

Es gibt viele Tricks und Tipps rund um die klassischen Haarnadeln, mit denen sich nicht nur deren Halt im Haar verbessern lässt, sondern auch noch ihre Optik. Wenn du aber zunächst einmal mehr Halt bei deiner Frisur benötigst, solltest du zuallererst auf die richtige Anwendung der Haarnadeln achten:

  • die Haarnadel nicht zu weit aufbiegen: Viele Menschen machen den Fehler, beide Seiten der Haarnadel weit aufzubiegen, um beispielsweise so viele Haare wie möglich damit aufnehmen zu können. Dies ist ein großer Fehler, da sich die Seiten von selbst meist nicht wieder in ihre Ursprungsposition zurück biegen und so weit auseinander stehen, dass sie kaum noch Halt bieten können – selbst, wenn sie ansonsten richtig angewendet wurden.
  • die Haarnadel nicht falsch einstecken: Verringert werden kann der Halt auch dadurch, dass du die Haarnadel nicht mit ihrer gewellten Seite nach unten einsteckst, sondern mit der Glatten. Achte daher beim Einschieben darauf, dass die gewellte Seite nach unten kommt und der abstehende Teil als eine Art Stopper fungiert. Dadurch entsteht unter anderem auch etwas mehr Volumen für deine Frisur. Die glatte Seite der Haarnadel sollte immer oben auf der eingesteckten Strähne aufliegen, was unter anderem auch wesentlich eleganter aussieht.

❖ Weitere wichtige Tipps für mehr Halt

Es gibt noch zwei weitere Tricks, die dir dabei helfen können, deiner Frisur mit den gewählten Haarnadeln mehr Halt zu verleihen:

  1. Zum einen ist dies durch Haarspray möglich. Besprühe die gewellte Unterseite der Haarnadel mit etwas Haarspray, um sie etwas klebriger zu machen. Ihre Oberfläche lässt dadurch das Abrutschen der Haare nicht mehr zu, sodass die Haarnadel in deiner Frisur deutlich besser hält.
  2. Zum anderen ist mehr Halt auch dadurch erzielbar, dass du zwei Haarnadeln überkreuzt einsteckst. Auch dies lässt sich sehr diskret vornehmen und sorgt für einen Bomben-Halt, sodass deine Frisur garantiert den ganzen Abend mitmacht.

» Übrigens: Sind die gummierten Schutzenden der Haarnadel abgefallen oder unvollständig vorhanden, solltest du die entsprechende Haarnadel unbedingt entsorgen. Sonst könnte es sein, dass sie deine empfindliche Kopfhaut verletzt oder nebenbei die Haarstruktur schädigt. Möchtest du nicht auf die Haarnadel verzichten und auch keine neuen kaufen, kannst du selbst mit einer Heißklebepistole gummierte Enden erzeugen, die nach dem Abhärten des Klebers zugeschnitten werden müssen.

❖ Nicht nur mehr Halt, sondern auch Kreativität liefern

Natürlich ist ein guter Halt nicht alles, was Haarnadeln liefern sollen: Auch eine ansprechende Optik ist sehr wichtig. Hast du noch ein paar alte Haarnadeln zuhause, deren Lack eventuell abgeplatzt ist und die selbst sehr undekorativ wirken? Dann hebe diese unbedingt auf – es lässt sich nämlich noch viel aus ihnen herausholen.

So kannst du nämlich einen bunten oder glitzernden Nagellack deiner Wahl dazu benutzen, die glatte Oberseite der Haarnadel zu verschönern. Ist der Lack getrocknet, erhältst du eine schöne neue Haarnadel, die alles andere als langweilig aussieht und Blicke auf sich ziehen kann. Und das ganz ohne Geld auszugeben. Auch verschönern kannst du alte Haarnadeln, indem du Perlen auf diese aufklebst. Am besten funktioniert dies mit einer Heißklebepistole und entsprechendem Kleber.

Foto1: © VIKTORIIA - Fotolia.com