Locken bei kurzen und mittellangen Haaren – 3 Methoden mit denen es klappt

Mit kurzen Haaren kann man nicht viel anfangen? Von wegen! Auch bei Kurzhaarfrisuren sind Locken und Wellen machbar. Ich verrate Dir, wie das geht.

Locken kurze Haare
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Es ist schon verrückt, Mädels die von Natur aus wellige Haare haben, glätten sie jeden Morgen und andere ärgern sich wegen glatt und langweilig herunter hängender Strähnen. Noch komplizierter wird es wahrscheinlich, wenn die Haare glatt und maximal kinnlang sind – da wird der Wunsch nach ein paar Wellen noch viel größer. Wenn es Dir so geht und Du nicht jeden Tag den gleichen Haarlook tragen möchtest, dann habe ich hier drei praktische Vorschläge, wie du auch bei kurzen Haaren Locken stylen kannst.

Locken mit dem Lockenstab

Der Klassiker an sich, aber dennoch keine schlechte Lösung – ganz im Gegenteil. Du entscheidest quasi selbst, wie viele Locken Du haben möchtest. Während früher ein Lockenstab lediglich aus einem Heizstab und einer Klemme zum Festhalten der Haare bestand, gibt es heute unzählige, verschiedene Modelle – siehe Lockenstab.net. Ich habe schon einiges durchprobiert und würde Dir daher zwei unterschiedliche Methoden – je nach Haarlänge – empfehlen.

➔ Locken mit dem Lockenstab bei mittellangen Haaren

Locken mittellange Haare
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Hast Du etwa kinnlanges bis schulterlanges Haar, dann empfehle ich Dir einen Stab, der nach unten spitz – also kegelförmig – ausläuft. Damit hast Du die Möglichkeit, die Haare genau an der Stelle um den Stab zu wickeln, der deinen gewünschten Lockendurchmesser hat. Beginnst du an der dicksten Stelle und wickelst die Haare abwärts auf den Stab, entstehen schöne, gleichmäßige Wellen. Achte beim Kauf also darauf, welchen Durchmesser der Lockenstab an der dicksten Stelle hat. Je kürzer die Haare, desto dünner sollte der Stab sein – sonst reicht die Haarlänge nicht zum Drehen aus und Deine Haarspitzen würden wild vom Kopf abstehen.

Kleiner Tipp: Es gibt auch Lockenstäbe mit verschiedenen Aufsätzen. So kannst Du die Lockengröße varrieren – besonders praktisch, wenn Deine Haare doch mal wieder länger sind. Und wichtig: benutze immer einen Hitzehandschuh – gibt’s günstig bei Amazon.de.

➔ Locken mit dem Lockenstab bei kurzen Haaren

Lockenstab mit Klemme
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Auch hier könntest Du – theoretisch – das oben genannte Modell benutzen, es wird Dir aber nicht viel Freude machen und vor allem nicht den gewünschten Effekt bringen. Hast Du kurze und vielleicht auch noch durchgestufte Haare, reicht Deine Haarlänge nicht aus, um sie mit der Hand um den Stab zu wickeln und festzuhalten. Benutze dann doch besser einen Lockenstab mit Klemme, mit dem Du auch kurze Haare „aufdrehen“ kannst und dann mit der Klemme fixierst. Als Faustregel empfehle ich Dir: je kürzer die Haarsträhnen, desto dünner sollte der Lockenstab sein. Übrigens: Egal welchen Lockenstab Du benutzt, verwende immer ein Hitzeschutzspray – erhältlich in jeder Drogerie wie beispielsweise Rossmann.de.

Locken mit dem Glätteisen – auch bei kurzen Haaren

Wenn Du bereits ein Glätteisen zu Hause hast, dann probiere doch ruhig einmal diese Methode aus, um Locken bzw. Wellen in Dein kurzes Haar zu bekommen. Da sich kurze Haare nicht von einer Kopfseite zur anderen legen lassen (um nicht zu stören), solltest Du zunächst einzelne Haarpartien abstecken. Dann nimmst Du die erste Strähne und klemmst sie in das Glätteisen ein, Haare „aufwickeln“ und Glätteisen abziehen – Fertig!

Diesen Schritt wiederholst Du nun bis alle Haare gelockt sind. In welche Richtung Du die Haare drehst, bleibt Dir überlassen. Wenn Du abwechselnd eine Strähne nach hinten und eine nach vorn drehst, sieht deine Frisur später nicht so aus, als hättest Du gerade Lockenwickler drin gehabt. Lass die Lockenpracht gut auskühlen, bevor Du mit dem Finish beginnst. Du darfst die Haare jetzt natürlich nicht kämmen oder bürsten. Zupfe nur einzelne Locken mit den Fingern leicht auseinander, das gibt noch mehr Volumen. Für längeren Halt zum Schluss mit Haarspray fixieren.

Und nun zeigt Dir Lisa im Video noch genau wie es gemacht wird:

Auch hier gilt: Je größer bzw. breiter das Glätteisen ist, desto größer werden die Locken.

Locken drehen mit Papilloten

Locken Papilotten
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Bisher habe ich Dir Methoden gezeigt, wie Du mit Hitze Locken in Dein kurzes Haar bekommen kannst. Wenn Deine Haare geschädigt sind, oder einfach mal eine Pause von Glätteisen und Co. brauchen, schlage ich Dir diese Variante vor, mit denen Du einen wilden Wuschelkopf aus Deinem kurzen Haar zauberst. Du brauchst dafür nichts weiter als ein paar Papilotten. Wie viele genau hängt von der Dicke Deiner Haare ab und davon, wie viele Locken Du haben möchtest.

  1. Anders als bei den ersten beiden Methoden, musst Du hierfür Deine Haare waschen oder zumindest nass machen.
  2. Dann kämmst Du sie wie gewohnt durch und teilst Dir am besten wieder einzelne Strähnen ab.
  3. Nimm nun die erste Strähne und wickel sie um eine Papilotte. Das erscheint am Anfang etwas kniffelig, besonders wenn die Haare sehr kurz sind, mit der Zeit wirst Du aber den Dreh raus haben.
  4. Ist das Haar aufgerollt, werden die Enden der Papilotte einfach nach innen zusammen gedrückt.

Das Positive: Du benötigst keine Haarnadeln oder Klemmen, die Papilotten halten Dein Haar von allein zusammen. Wenn Du fertig bist, lässt Du Dein Haar an der Luft trocknen. Wem das zu lange dauert, der kann natürlich auch einen Föhn nehmen. Am besten eignet sich dafür ein Haarföhn mt Diffuser-Aufsatz, der nicht gleich wieder alles durcheinander wirbelt. Sind die Haare trocken öffnest Du die Papilotten einfach und „befreist“ so Locke für Locke. Damit die Haare nicht so fisselig aussehen, nimmst Du am besten etwas Stylingcreme, verreibst sie in Deinen Händen und knetest die Locken sanft durch.

Aber Achtung: nicht zu viel von der Creme benutzen, sonst beschwerst Du Deine Locken und sie fallen in sich zusammen.

Im Video zeigt ein Profi, wie Papilotten richtig eingedreht werden. Lass Dich nicht von der Haarlänge täuschen, es funktioniert auch bei kurzen Haaren.

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