Heilerde ist vielseitig innerlich und äußerlich anwendbar.
Heilerde ist vielseitig innerlich und äußerlich anwendbar. © blende40 / stock.adobe.com

Heilerde: Wirkung und Anwendung im Überblick

Du hast vielleicht schon einmal von Heilerde gehört? Dann weißt du, dass Heilerde als gesundheitlicher Allrounder gilt, der einen positiven Effekt auf unser Wohlbefinden haben soll.

Heilerde ist vielseitig innerlich und äußerlich anwendbar.
Heilerde ist vielseitig innerlich und äußerlich anwendbar. © blende40 / stock.adobe.com

Heilerde gilt seit vielen Jahren als beliebtes Naturheilmittel und Hausmittel, das die unterschiedlichsten Leiden lindern soll. Was aber genau ist Heilerde und wie wird sie gewonnen? Gibt es womöglich unterschiedliche Arten von Heilerde, die sich voneinander unterscheiden? Und was ist bei der Anwendung zu beachten? Diese und weitere Fragen beantworten wir dir im folgenden Beitrag.

Was versteht man unter Heilerde?

Heilerde kann ein leicht irreführender Begriff sein. Denn bei Heilerde handelt es sich nicht um klassische Erde. Tatsächlich ist Heilerde eine Mischung aus unterschiedlichen Moorerden. Um noch genauer zu sein: Diese Moorerden basieren meist auf steinzeitlichen Lößablagerungen, die sich im Laufe der Zeit im Boden festgesetzt haben. Diese Ablagerungen/Moorerden werden zu einem feinen Pulver gemahlen. So kommen sie dann unter dem Namen Heilerde in den Verkauf.

Heilerde genießt seit vielen Jahren den Ruf, eine besonders positive Wirkung auf unsere Gesundheit zu haben. Der Grund sind die enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente.

Folgende gesundheitsfördernde Stoffe sind je nach Heilerde enthalten:

  • Zink
  • Eisen
  • Selen
  • Kalium
  • Silizium
  • Kalzium
  • Kieselerde
  • Magnesium

Diese Mineralstoffe und Spurenelemente haben eine positive Wirkung unter anderem auf Haut, Haare, Nägel und Knochen. Durch das enthaltene Eisen kann Heilerde zudem einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System haben.

Folgende Heilerden sind für die Anwendung im Humanbereich geeignet:

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Welche Arten von Heilerde gibt es und worin unterscheiden sie sich?

In der Regel wird bei Heilerde zwischen vier unterschiedlichen Heilerde-Arten unterschieden. Bei ihnen handelt es sich aber streng genommen nach wie vor um Heilerde, die lediglich unter verschiedenen Namen erhältlich ist.

  • Tonerde
  • Lößerde
  • Moorerde
  • Lavaerde

Lehmerde

Diese Heilerde-Arten unterscheiden sich nicht nur im Namen voneinander. Sie unterscheiden sich auch in ihrer mineralischen Zusammensetzung und in Teilen auch in ihrer Farbe.

Tonerde

Tonerde wird auch Mineralerde genannt. Sie enthält unter anderem Kaolin, Bentonit und Illit. Sie kann die Farben Rot, Braun, Gelb, Grün und Weiß haben.  Ist die Tonerde grün, enthält sie einen besonders hohen Anteil an Kupfer. Ist sie rot oder braun, ist ein hoher Eisenanteil vorhanden.

Lößerde

Lößerde ist gewissermaßen die klassische Heilerde. Sie wird aus Ablagerungen gewonnen und kann in einigen Fällen sehr kalkhaltig sein.

Moorerde

Moorerde unterscheidet sich von „klassischer“ Heilerde in ihrer Zusammensetzung. Sie enthält einen hohen Anteil an Huminsäure. Diese soll eine beruhigende Wirkung auf den Darmtrakt haben. Moorerde wird unter anderem als Trinkmoor eingesetzt.

Lavaerde

Auch bei Lavaerde handelt es sich um mineralhaltigen und gemahlenen Ton. Verwendet wird diese Art der Heilerde vor allem in der Kosmetik, da sie besonders fein ist. Übrigens hat der Name nichts mit Vulkanen zu tun. Er stammt vom Lateinischen „lavare“, was waschen heißt. Ein weiteres Synonym für Lavaerde ist Ghassoul-Erde.

Wofür wird Heilerde verwendet und wie wirkt sie?

Heilerde wird unter anderem bei Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall und Sodbrennen angewendet. Darüber hinaus soll sie bei Haut- und Haarproblemen helfen. Einen weiteren positiven Effekt soll sie bei Herz-Kreislauf-Problemen und einem zu hohen Cholesterinspiegel haben.

Um gegen diese Leiden zu helfen, kannst du Heilerde sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden. Das hängt maßgeblich davon ab, wogegen sie helfen soll.

Magen-Darm-Beschwerden

Leidest du beispielsweise an Magen-Darm-Beschwerden, erfolgt die Anwendung innerlich. Dafür löst du die richtige Menge Heilerde in kaltem Wasser auf und trinkst diese dann.

Die gleiche Anwendungsart gilt für Herz-Kreislauf-Beschwerden. Ihre optimale Wirkung entfaltet Heilerde auch hier durch die innere Anwendung.

Hautprobleme (Akne)

Bei Hautproblemen wie Akne kannst du Heilerde äußerlich anwenden. Erneut rührst du sie mit kaltem oder lauwarmem Wasser an. Diese Mischung kannst du anschließend als Gesichtsmaske auftragen und einige Minuten einwirken lassen.

Welche möglichen Nebenwirkungen hat Heilerde?

Generell hat Heilerde keine ernst zu nehmenden Nebenwirkungen. Das hängt natürlich immer auch davon ab, wie gut du die jeweilige Heilerde verträgst. Vorsicht ist allerdings bei einer gleichzeitigen Medikamenteneinnahme geboten. Heilerde kann die einzelnen Stoffe der Medikamente binden. Damit trägt sie zu einer verminderten Arznei-Wirksamkeit bei.

Problematisch kann Heilerde zudem werden, wenn du nicht ausreichend Flüssigkeit aufnimmst. Da Heilerde Flüssigkeit bindet, kannst du so leicht dehydrieren. Zudem trägt Heilerde in einigen Fällen zu Druckgefühlen im Oberbauch bei. Diese kannst du schnell mit Sodbrennen verwechseln, gegen das Heilerde helfen soll.

Fazit

Heilerde ist ein Naturheilmittel, das sich seit vielen tausend Jahren einer großen Beliebtheit erfreut. Gewonnen wird sie aus unterschiedlichen Ton- und Moorerden. Sie sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Magnesium und Kieselerde. Verwendet wird Heilerde bei inneren und äußeren Beschwerden. Bei richtiger Anwendung gibt es zudem kaum Nebenwirkungen.

Nachhaltigkeit besonders im Hautpflege-und Kosmetikbereich sind mir ebenso wichtig wie ein ansprechendes Äußeres. Meine Vorlieben diesbezüglich bilden die Grundlage meiner Recherche- und Schreibarbeit für Beauty-Tipps.net.