Jeans enger machen – 6 einfache Tipps für ausgeleierte Hosen

Ausgeleierte Jeans machen keine gute Figur. Wir verraten dir, wie du mit wenigen Tricks Jeans enger machen kannst.

Jeans enger machen
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Eine Jeans ist nur so gut wie ihre Passform an den Beinen. Mit der Zeit leiert auch die beste Jeans aus, denn sowohl das regelmäßige Waschen, sowie häufiges Tragen belasten den Stoff. Mit einigen Tricks lassen sich ausgeleierte Jeans wieder in Form bringen.

Tipp 1: Raw Denim Jeans brauchen Zeit

Die meisten Jeans sitzen zum Zeitpunkt des Kaufes perfekt und verlieren erst später an Passform. Eine Ausnahme sind die Raw Denim Jeans. Diese spezielle Jeansausführung wird von den Labels weder gefärbt noch behandelt. Dadurch bleibt das Material steif. Der Gedanke der Hersteller dahinter ist simpel: Erst durch das Tragen soll sich die Raw Denim Jeans dem Körper anpassen und dann perfekt sitzen.

Damit das gelingt, braucht das Material ein wenig Zeit. Wird die Jeans direkt nach dem Kauf gewaschen, verliert sie die Form. Zudem entfällt der Effekt des anpassungsfähigen Materials. Die Hose bleibt steif und ist zu weit. Eine Raw Denim Jeans wird deswegen erst gewaschen, wenn sie die ideale Passform angenommen hat. Danach behalten die Hosen lange den idealen Sitz und lassen sich sehr angenehm tragen.

Tipp 2: Waschen bei 60 Grad

Jeans waschen
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Ausgeleierte Jeans werfen beim Tragen weniger schöne Falten. Um die Hose insgesamt enger zu machen, wird sie am besten zu heiß gewaschen. Hierfür wird die Jeans auf links gedreht. Ohne Weichspüler und mit einem handelsüblichen Waschmittel landet sie dann bei wenigstens 60 Grad in der Waschmaschine. Durch die hohe Temperatur ziehen sich die Stofffasern zusammen.

» Tipp: Eine Alternative zum 60°-Waschgang ist eine Runde im Trockner. Hier ist allerdings das Risiko hoch, dass der Stoff zu stark schrumpft und die Hose dann zu klein ist.

Grundsätzlich reagieren nur reine Baumwollstoffe auf Wärme empfindlich und gewinnen wieder an Form. Bei Stretchjeans bringt das heiße Waschen nicht den gewünschten Effekt. Nach dem Waschen darf die Jeans geschleudert werden. Durch das Schleudern wird der Schrumpfeffekt verstärkt. Die Kombination aus warmem Waschen und Schleudern lässt die Hose rasch eine Nummer kleiner werden.

Tipp 3: Mit Kälte zur idealen Form

Jede Jeans verliert beim Waschen Farbe. Soll die Hose also lange für Freude sorgen, ist es ratsam, die Anzahl der Waschgänge zu begrenzen. Eine Alternative zur heißen Wäsche ist deswegen Kälte. Auf Temperaturen unter der 0-Grad-Marke reagieren Baumwollstoffe genauso wie auf zu viel Hitze: Sie ziehen sich zusammen. Die Vorgehensweise ist simpel:

  1. Die Jeans wird über Nach am besten in die Gefriertruhe oder den Gefrierschrank gelegt.
  2. Am nächsten Morgen wird sie vorsichtig herausgenommen.
  3. Bei Zimmertemperatur wird das Material innerhalb kurzer Zeit wieder elastisch und die Jeans sitzt perfekt.

Nach dem Einfrieren muss die Hose nicht direkt gewaschen werden. Wichtig ist, dass die Kälte genügend Zeit hat, um auf die Fasern zu wirken.

Tipp 4: Stretchjeans enger nähen

Jeans nähen
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Bei Stretchjeans helfen viele der bislang genannten Tipps nicht, da synthetische Fasern sowohl auf Hitze als auch auf Kälte empfindlich reagieren. Im schlimmsten Fall ist die Hose bereits nach einer Anwendung ruiniert. Auch wenn der Stretchanteil dafür sorgt, dass die Jeans länger gut sitzt, leiert sie irgendwann aus.

Um Stretchjeans wieder in Form zu bringen, muss zu Nadel und Faden gegriffen werden. Es gibt zwei Möglichkeiten, um die Hosen enger zu nähen:

❶ Bund enger nähen

Sitzt die Jeans an Bauch oder Hüfte nicht mehr optimal, kann der Bund enger genäht werden. Der Bund wird hierfür einfach ein kleines Stück eingenäht. Dafür muss ein Teil des Bundstoffes soweit umgeschlagen werden, dass die Hose wieder perfekt sitzt. Das gelingt am besten, wenn die Jeans getragen wird. Mit Sicherheitsnadeln kann zunächst fixiert werden, wie weit der Bund eingenäht werden muss. Danach wird der umgeschlagene Teil mit einem robusten Garn fixiert.

Vorteil: Wenn eine Jeans nur am Bund eingenäht wird, lässt sich die Naht später wieder leicht lösen. Die Hose ist dann wieder eine Nummer größer.

❷ Hosenbeine enger nähen

Auch die Beine lassen sich enger nähen. Hier wird allerdings für ein sauberes Ergebnis eine Nähmaschine benötigt. Mit Stecknadeln wird zunächst die gewünschte Form abgesteckt. Entlang der abgesteckten Seiten wird mit der Nähmaschine eine stabile Naht gesetzt. Danach sollte die Jeans zunächst noch einmal anprobiert werden. Sitzt sie perfekt, kann überschüssiger Stoff einfach abgeschnitten werden. Für ein sauberes Ergebnis wird nochmals eine Ziernaht verarbeitet.

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Tipp 5: Behandlung in der Badewanne

Einer der ältesten Tricks für die Behandlung ausgeleierter Jeans ist eine Runde in der Badewanne. Hierfür wird heißes Wasser in die Badewanne gegeben. Die Jeans wird dann für etwa 15 Minuten in das heiße Wasser gelegt und danach direkt angezogen. Wichtig ist, dass die Hose so lange getragen wird, bis sie komplett getrocknet ist. So passt sie sich dem Körper ideal an und sitzt dann perfekt. Die Behandlung in der Badewanne ist schonender als die Wäsche bei 60 Grad, da die Hose hier nicht so lange den hohen Temperaturen ausgesetzt ist.

Tipp 6: Schrumpfen im Kochtopf

Noch schneller lässt sich der letzte Tipp umsetzen. In einem ausreichend großen Kochtopf wird Wasser mit rund 100 Gramm Salz zum Kochen gebracht. Danach wird die Jeans für etwa 10 Minuten ins kochende Wasser gelegt. Danach muss die Hose noch einmal mit klarem Wasser ausgewaschen werden. Die Salzzugabe ist wichtig, denn nur so behält die Hose ihre Farbe. Ansonsten bleicht sie durch das kochende Wasser sehr schnell aus.