Körperpflege nur mit Wasser?

Darum solltest Du auf Duschgel und Co. verzichten

Die Haut ist das größte Organ des Körpers. Deshalb pflegen sie die meisten auch intensiv. Doch dass sie ihr damit eher schaden als sie zu pflegen, wissen nur wenige.

Körperpflege nur mit Wasser
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Wirft man einen Blick in die Badezimmer der Deutschen, wird man in den meisten von ihnen von vielen Pflegeprodukten für die Haut fast erschlagen. Neben Duschgel, Badezusätzen und Bodylotions lassen sich hier oft auch noch Pflegeprodukte wie Körperöle und -peelings sowie Body Butter finden. Wenn man sich da mal vor Augen hält, was man sich alles für chemische Substanzen in die Haut einmassiert, dann ist das doch schon Wahnsinn, oder?

Nur mal als Beispiel: Wenn ich duschen gehe, dann benutze ich immer Duschgel. Mindestens einmal in der Woche trage ich zudem noch ein Peeling auf meine Haut auf. Anschließend creme ich sie zusätzlich noch mit Bodylotion ein und runde das ganze Duscherlebnis mit Deo ab. Ich würde mal sagen, das ist Chemie pur, was ich da regelmäßig auf meinen Körper auftrage. Doch ich habe es einfach so von klein auf an gelernt. Das Problem: übertriebene Hygiene schadet der Haut mehr als es nützt. Hygieneexperten sagen sogar, dass es durchaus ausreicht die Haut mit klarem Wasser zu waschen.

Derzeit ist diesbezüglich sogar ein richtiger Trend ausgebrochen. Immer mehr Menschen testen im Selbstversuch über einen längeren Zeitraum, wie sich die Körperpflege nur mit Wasser auf ihre Haut auswirkt. Und die Berichte darüber sind wirklich erstaunlich.

Wie sinnvoll ist dieser Trend?

Prinzipiell gilt: je weniger Pflegeprodukte man auf die Haut gibt, desto weniger wird sie in ihrer natürlichen Funktion gestört. Denn Duschgel, Peelings und Co. entfernen nicht nur Schweiß, Schmutz und Talg, sondern auch gesunde Hautfette. Zudem werden Milliarden nützliche Hautbakterien durch diese Pflegeprodukte abgetötet, die zur Hautgesundheit beitragen und sogar gefährliche Keime abwehren.

Das erschreckende ist jedoch: als es noch keine Hautpflegeprodukte gab, gab es auch kaum Hautkrankheiten wie Akne, Neurodermitis und Allergien. Es kann also durchaus sinnvoll sein, sich mal etwas genauer mit diesem Trend zu beschäftigen. Denn sowohl Ärzte wie auch unzählige Erfahrungsberichte beweisen, dass Wasser alleine ausreicht, um die Haut zu reinigen. Doch das wiederum bringt nichts, wenn Du beim Duschen einige Fehler machst. Ja richtig gelesen, man kann dabei auch Fehler machen. Ich verrate Dir nun einmal, welche Fehler das sind und wie Du sie am besten vermeiden kannst.

Diese Duschfehler solltest Du vermeiden

1. Nicht zu oft duschen:

Dusche
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Viel hilft nicht immer viel. Experten raten deshalb lediglich zwei- bis dreimal wöchentlich unter die Dusche zu springen. Ansonsten zerstörst Du den gesunden Säureschutzmantel Deiner Haut. Und kommt das Gleichgewicht der Haut erst einmal aus der Balance, haben schädliche Keime leichtes Spiel. Außerdem trocknet sie durch das zu häufige Duschen zu sehr aus.

Einzige Ausnahme: Die Hände. Die solltest Du Dir unbedingt mehrmals täglich waschen. Nur so kannst Du schädlichen Bakterien, die beispielsweise eine Grippe auslösen, den Kampf ansagen.

2. Nicht zu heiß duschen:

Du gehst gerne richtig heiß duschen? Das solltest Du in Zukunft lieber lassen, denn bei zu heißem Wasser werden nicht nur Schmutz, sondern auch hauteigene Fette aus der Haut gespült. Und das wiederum sorgt dafür, dass die Haut rissig und spröde wird. So haben Bakterien und Keime dann ganz leichtes Spiel. Dusche deshalb also am besten immer lauwarm, sprich mit einer Wassertemperatur von circa 35 Grad.

3. Nicht zu lange duschen:

Sicherlich ist es angenehm nach einem anstrengenden Tag schön lange duschen zu gehen. Deiner Haut tust Du damit aber überhaupt keinen Gefallen. Denn je länger Du duscht, desto stärker trocknet Deine Haut aus, weil die schützende Fettschicht von der Hautoberfläche abgespült wird. Fünf bis maximal zehn Minuten duschen reichen vollkommen aus.

4. Keine aggressiven Hygieneprodukte verwenden:

Naturseife
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Wenn Du duschen gehst, dann verzichte ruhig auf Duschgel und Co., denn Wasser reicht für die Reinigung der Haut vollkommen aus. Kannst Du jedoch absolut nicht auf den Frischekick durch schäumendes Duschgel verzichten, dann achte darauf, dass es einen pH-Wert von 5 bis 5,5 besitzt oder auf der Verpackung der Hinweis „pH-hautneutral“ vermerkt ist. Zudem sollte das Duschgel am besten ohne Duft- und Farbstoffe auskommen.

Wenn Du Deinem Körper etwas Gutes tun möchtest, dann setze am besten auf Naturkosmetik. Im Gegensatz zu herkömmlichen Duschgel-Produkten ist Naturkosmetik frei von schädlichen synthetischen Inhalts- und Duftstoffen. Sie trocknet die Haut somit nicht aus. Ganz im Gegenteil. Die natürlichen Inhaltsstoffe reinigen die Haut sanft und spenden sogar noch Feuchtigkeit. Du musst dabei auch nicht auf ein tolles Dufterlebnis verzichten. Denn dank der ätherischen Öle und Pflanzenextrakte in Naturkosmetik duftet Deine Haut nach dem Duschen wunderbar. Bei den Pflegeprodukten von Blanda Beauty kannst Du Dir zum Beispiel sicher sein, dass sie frei von synthetischen Inhaltsstoffen sind und tierleidfrei, umweltfreundlich sowie nachhaltig hergestellt werden. Außerdem stammt die Naturkosmetik größtenteils aus biologisch kontrolliertem Anbau (Quelle: https://www.blanda-beauty.com/collections/duschen).

Der Trend geht eh immer mehr hin zur Naturkosmetik. Denn wie eine Grafik von Statista zeigt, hat der Marktanteil von Naturkosmetik und naturnaher Kosmetik in Deutschland in den letzten Jahren stetig zugenommen. Das liegt vor allem daran, weil viele Menschen an einer Kontaktallergie leiden. Grund dafür sind meist bedenkliche und gefährliche Stoffe in Kosmetika.

5. Nicht den ganzen Körper einseifen:

Körper einseifen
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Wir neigen leider dazu unter der Dusche den ganzen Körper einzuseifen. Doch das ist überhaupt nicht gut, denn die Haut an den Armen und Beinen kann die Feuchtigkeit noch schlechter halten als an anderen Körperregionen. Hier solltest Du also lieber auf Duschgel verzichten.

Gleiches gilt übrigens für den Intimbereich. Diesen solltest Du niemals mit herkömmlichem Duschgel reinigen. Das hat einen ganz einfachen Grund: der pH-Wert in der Intimzone liegt zwischen 4 und 4,5. Der pH-Wert von normalem Duschgel hingegen bei 8 bis 11. Mit Duschgel störst Du somit also die Intimflora nachhaltig, sodass schädliche Bakterien und Pilze leichteres Spiel haben. Nutze deshalb für den Intimbereich lediglich Produkte, die auch dafür gedacht sind. Zum Beispiel etwa milde, neutrale Seife oder eine Waschlotion mit Milchsäurebakterien. Frauenärzte meinen sogar, dass es vollkommen ausreicht, den Intimbereich nur mit Wasser zu reinigen.

6. Nicht auf Bodylotion verzichten:

Wie Du nun erfahren hast, trocknet das Duschen die Haut stark aus. Deshalb solltest Du sie nach dem Duschen unbedingt mit einer rückfettenden Bodylotion eincremen, um das verlorene Fett wieder auszugleichen und die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Wichtig: Regelmäßiges Händewaschen ist Pflicht!

Wasser alleine reicht vollkommen aus, um den Körper zu reinigen. Bei den Händen solltest Du diese Regel aber unbedingt außer acht lassen. Denn regelmäßiges Händewaschen mit Seife ist enorm wichtig. Nur so verhinderst Du, dass Keime und Bakterien, die Infektionen auslösen, übertragen werden. Wasche Deine Hände deshalb unbedingt regelmäßig mit Seife und halte sie mindestens 30 Sekunden lang unter den Wasserstrahl. Hierbei solltest Du am besten eine milde, pH-neutrale Seife benutzten.

Tipp:
Nützliche Informationen rund um das Thema Händewaschen hat z.B. die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Internetseite (https://www.infektionsschutz.de/haendewaschen/) zusammengestellt. Dort erfährst Du, wie Du Dir richtig die Hände wäscht und Dich so vor vielen Krankheitserregern schützt. Diese Anleitung in Bildern zeigt es Dir aber auch schon einmal:

Hände waschen
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