Schminktipps für Frauen mit Neurodermitis

Schminken ist für viele Frauen eine regelrechte Leidenschaft, doch manchmal macht uns die Haut einen Strich durch die Rechnung. Wenn man unter einer Hauterkrankung leidet, dann kann das Schminken schnell zum Problem werden.

Vor dem Schminken unbedingt eine reichhaltige Pflege auftragen
Vor dem Schminken unbedingt eine reichhaltige Pflege auftragen

Gerade wenn man unter Neurodermitis leidet, hat man Probleme mit rissiger und trockener Haut. Nicht nur das Schminken an sich wird dadurch erschwert, die Betroffenen reagieren leider auch häufig auf viele Inhaltsstoffe mit Juckreiz und einer Verschlimmerung der Haut.

Naturkosmetik bevorzugen – aber auch das ist keine Sicherheit

Doch trotz Neurodermitis muss man nicht aufs Schminken verzichten, allerdings muss man die Produkte mit viel Bedacht auswählen und vor allem auf die Inhaltsstoffe achten. Natürlich ist es für die Haut dennoch besser, wenn sie ungeschminkt ist, deshalb sollte man sich möglichst nicht jeden Tag schminken.

Eines muss man auf jeden Fall wissen: Naturkosmetik bedeutet nicht, dass diese auch auf jeden Fall gut vertragen wird! Viele meinen, dass sie damit auf der sicheren Seite sind, weil darin nur natürliche Inhaltsstoffe enthalten sind.

Sicher sind in diesen Kosmetika keine Konservierungsstoffe, Silikone, Duftstoffe oder Erdöle enthalten. Doch Pflanzenextrakte können auch ätherische Öle oder Alkohol enthalten, was dann die Haut reizen oder gar eine Allergie auslösen kann.

Man kann also keine grundsätzliche Empfehlung für Frauen mit Neurodermitis geben, denn jede Haut reagiert anders. Meistens muss man mehrere Produkte ausprobieren, dennoch sollte man Naturkosmetik auf jeden Fall den Vorzug geben.

Oftmals ist es bei Neurodermitis auch so, dass man ein Produkt längere Zeit gut verträgt, dass es aber irgendwann doch zu einer Reaktion kommt. So ist man häufig auch gezwungen öfter die Produkte zu wechseln.

So häufig wie möglich auf Foundation verzichten

Als Basis für ein Make Up sollte immer eine sehr reichhaltige Gesichtspflege mit Fettsäuren oder Harnstoff aufgetragen werden. Zuvor wird die Haut am besten nur mit klarem Wasser gereinigt, Reinigungsprodukte trocknen die Haut meistens nur noch mehr aus.

Am besten trägt man zwei Schichten Creme ganz dünn auf, dazwischen lässt man sie jeweils kurz einziehen. Wichtig ist, dass die Creme keinen hohen Wasseranteil hat, denn das würde die Haut im Laufe des Tages zu sehr austrocknen.

Die Haut muss optimal mit Feuchtigkeit versorgt sein, bevor es ans Schminken geht. Ansonsten würde man durch die Foundation keinen ebenmäßigen Teint bekommen, da sie an trockenen Stellen bröckelig aussehen würde.

Sollte die Haut bei Neurodermitis ganz extrem trocken sein, ist es besser, komplett auf eine Foundation zu verzichten. Grundsätzlich sind getönte Tagescremes oder flüssige Foundations bei Neurodermitis besser, aber auch hier muss man selbst probieren.

Eher die Lippen statt der Augen betonen

Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Mineral-Kosmetika, diese werden in der Regel gut vertragen. So kann man statt Foundation auch ein Mineralpuder verwenden, und auch Lidschatten gibt es in dieser Variante in vielen Farben.

Bei der Mascara sollte man nicht zur wasserfesten Version greifen, denn diese geht schwerer abzuschminken, so dass die Haut unnötig gereizt wird. Lidschatten ist nicht unbedingt notwendig, wenn man die Wimpern intensiv tuscht, dann sind die Augen schön betont.

Die Lippen sind bei Neurodermitikerinnen selten betroffen, so dass man den Fokus eher darauf legen sollte. Wenn die Augen nicht stark geschminkt sind, dann kann man ja auch eine intensivere Farbe für die Lippen wählen.

Camouflage ist eine gute Möglichkeit, um kurzzeitig gereizte Stellen abzudecken. Doch sollte man diese nicht dauerhaft verwenden, sonst könnte sich das Hautbild verschlimmern. Ein solches Produkt sollte also nur bei besonderen Anlässen zum Einsatz kommen.

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