Schmuckallergie – Informationen und Tipps für Betroffene

Unabhängige Studien haben in den letzten Jahren aufgezeigt, dass unsere Haut vor allem dank starker Schadstoffkonzentrationen in den Ballungsgebieten der Welt zu stark strapaziert wird und an Widerstandskraft verliert.

Gerade bei Modeschmuck muss man allergische Reaktionen befürchten
Gerade bei Modeschmuck muss man allergische Reaktionen befürchten

Mangelnde Hygiene beziehungsweise zu stark aufgetragenes Make-Up, welches Schmutz aufnimmt und bei fehlender Reinigung für Hautunreinheiten sorgen kann, sind auf der Haut am stärksten sichtbar.

Hierdurch werden Allergien hervorgerufen und verstärkt, das Immunsystem ist einer dauernden Belastung ausgesetzt – die Schmuckallergie ist dabei die moderne Ausprägung.

Wir erläutern die Hintergründe dieser Allergie und zeigen Wege für Betroffene auf, trotz dessen nicht auf Schmuck verzichten zu müssen.

Eine Form der Kontaktallergie

Möchte man sich dem Thema wissenschaftlich fundiert nähern, ist zunächst die Einteilung als sogenannte Kontaktallergie von Bedeutung. Daraus lässt sich ableiten, dass Hautreizungen (allergische Reaktion) aufgrund gewisser Inhaltsstoffe sich entwickeln oder verstärken.

Doch wie gelangen diese Inhaltsstoffe in Schmuck oder andere Accessoires und welche Dosis ist notwendig? Diese Frage kann relativ einfach damit beantwortet werden, dass vor allem die Legierungen und Oberflächenverfeinerungen von Schmuck gewisse Inhaltsstoffe aufweisen, die dann für allergische Reaktionen verantwortlich sind.

Die Schmuckallergie als Form der Kontaktallergie sagt also aus, dass die allergische Reaktion genau an der Hautfläche abläuft, die mit den Inhaltsstoffen in Berührung kommt.

Nickel zählt als Hauptauslöser zu den Materialien, die in einer Vielzahl von Legierungen enthalten waren und immer noch sind. Dieses Material wird aufgrund der fehlenden Konsistenz und Härte vieler Edelmetalle genutzt, um diese überhaupt erst mit der für Schmuck so charakteristischen Oberflächenstruktur zu verfeinern.

Zudem sind sehr hohe Reinheitsgrade aufgrund der schwierigen Bearbeitung und des zu hohen Gewichts nicht zur weiteren Verarbeitung geeignet, abgesehen von den insbesondere bei Modeschmuck zu hohen Kosten.

Auch bei Uhren sind derartige allergische Reaktionen möglich, gerade bei Metallarmbändern, die größtenteils mit einer Legierung aus Nickelbestandteilen verarbeitet werden – hier finden Sie hilfreiche Tipps, wie man Allergien in diesem Zusammenhang vermeiden kann.

Zur Behandlung und Co.

Nach Schätzungen staatlicher Stellen sind etwa vier Millionen Menschen in Deutschland von einer Nickelsensibilisierung betroffen. Dies bedeutet, dass das Potential zur Ausbildung einer Allergie gegeben ist.

Aufgrund des vielseitigen Einsatzes von Nickel in anderen Bereichen, etwa Reißverschlüssen, Kochgeschirr oder Druckknöpfe, kann sich die Allergie erst über einen längeren Zeitraum ausbilden. Schmuck kann damit von heute auf morgen nicht mehr im gewohnten Maße getragen werden.

Mittel zur Behandlung gibt es nicht, die üblicherweise bei Allergien angesetzte Hyposensibilisierung weist keine Wirksamkeit auf. Allerdings werden verstärkt andere Edelmetalle zur Legierung von Schmuck genutzt, allen voran Platin. Derartiger Schmuck ist nach Ansicht von Medizinern für Allergiker geeignet.

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Foto1: © estall - pixabay