Sommergefühl ohne Reue: Sonnenmilch & frische Düfte

Die Sonnenstrahlen beflügeln, heben die Stimmung und führen im besten Fall zu einer gesunden Bräune. Doch leider ist dies nicht immer der Fall, denn die Haut ist sensibel. Häufig wird nur der Fokus auf die Schönheit gelegt: schön gilt in den letzten Jahrzehnten derjenige, der braun ist.

Auf Sonnenschutz sollte im Sommer niemand verzichten
Auf Sonnenschutz sollte im Sommer niemand verzichten

Und wer schön sein will, muss bekannter Weise leiden. Dabei leidet die Haut an sich oftmals am meisten, wenn auch nicht immer gleich ersichtlich.

So können beispielsweise ein entstandener Sonnenbrand, chemische Enthaarungscremes, Rauchluft, Haarfärbe- und Dauerwellenmittel sowie einige Duftstoffe langfristig Schäden in der Haut anrichten.

Dabei ist die Haut die lebenswichtige Hülle des Menschen. Sie schützt den Körper, hilft, ihn zu entgiften und ist somit auch Spiegel der Seele und des Lebenswandels.

Nach Sommer duften

Gerade im Sommer haben Düfte Hochsaison. Trotzdem sollte man sie gezielt auswählen und nicht zu großzügig auftragen. Vor allem dann nicht, wenn man vor hat, sich anschließend am Strand, im Garten oder in einem Biergarten zu sonnen.

Wenn die Sonne heiß brennt, können Kosmetika in Kombination mit den Sonnenstrahlen eine Überreaktion der Haut auslösen. Durch einige Inhaltsstoffe in Parfüms, Deos oder anderen Kosmetika entstehen dann unschöne Sonnenflecken, weil sie die Haut extrem lichtempfindlich machen.

Vor allem Moschus, Bergamott-, Zedern-, Sandelholz oder Lavendelöl können solche Flecken bei Sonneneinstrahlung auslösen. Moschus ist zudem ein allergiefördernder Inhaltsstoff. Synthetisch hergestellte Moschus-Duftstoffe stehen auch im Verdacht, krebserregend zu wirken.

Daher sollte man lieber auf leichte, grüne oder zart blumige Düfte ausweichen, die außerdem ein perfektes Sommerfeeling bieten – so beispielsweise das sinnliche „Tommy Girl“ von Tommy Hilfiger.

Im Übrigen ist nicht nur bei den UV-Strahlen der natürlichen Sonne in Kombination mit einigen Kosmetika und Düften Vorsicht angebracht, sondern auch, wenn Solarien genutzt werden.

UV-Schutz an heißen Tagen

Im Hochsommer, vor allem am Meer und in den Bergen, benötigt jede Haut einen Sonnenschutz. Die ultraviolette Strahlung des Sonnenlichts wirkt je nach Hauttyp unterschiedlich stark. Über UV-A-Strahlen entsteht die schnelle Bräune, die selten zu einem Sonnenbrand führt, aber die Elastizität der Haut beeinträchtigen und auf lange Sicht zu Hautalterung führen kann. Zudem verblasst die Bräune sehr schnell, da die Pigmentfärbung nur in der oberen Hornschicht erfolgt.

Die UV-B-Strahlen dagegen sorgen für eine langanhaltende Bräune, weil sie in der Haut die farbstoffbildenden Zellen stimulieren, vermehrt Farbstoffe – als Schutz – zu produzieren. Der Prozess, bis die Bräune sichtbar wird, dauert rund zwei bis drei Tage über UV-B-Strahlen. Dafür hält die Bräunung einige Wochen.

Die UV-B-Strahlen dringen jedoch nicht so tief in die Haut ein, wie UV-A-Strahlen, sind aber energiereicher. Über sie können Hautzellen jedoch stark geschädigt und abgetötet werden. Da die abgetöteten Zellen aus dem Körper beseitigt werden müssen, wird die Durchblutung für ihren Abtransport intensiviert.

Die betroffenen Hautstellen werden rot, pulsieren und brennen regelrecht. Zellen die nicht abgetötet, wohl aber geschädigt wurden, erleiden einen Erbgutschaden im Zellinneren. Aus diesen Zellen kann sich nach Jahren Hautkrebs entwickeln.

Die energiereiche UV-C-Strahlung wird im Normalfall vom Ozon der Atmosphäre ausgefiltert. Durch Schäden an der oberen Atmosphäre gelangen diese gefährlichen Strahlen in einigen Teilen der Welt immer mehr auf die Erde.

Um sich vor den Strahlen der Sonne zu schützen und Sonnenbrand zu vermeiden, sollte man sich nie zu lange in der Sonne aufhalten und schützende Kleidung wie etwa Hüte, Caps und Sonnenbrillen tragen. Zudem braucht der Körper an sehr heißen Tagen mehr Flüssigkeit.

Rund zwei Liter sind bei gesunden Erwachsenen angebracht. Nicht nur für den allgemeinen Stoffwechsel, sondern auch für die Gesundheit und Elastizität der Haut. Sonnenmilch und Sonnencremes sollten dem Hauttyp entsprechend gewählt werden. Empfindliche Haut startet mindestens mit Lichtschutzfaktor 10, normale Haut mit Lichtschutzfaktor 6.

Am Meer sollte es mindestens Lichtschutzfaktor 15 beziehungsweise 8 sein. Allerdings belegen neuere Forschungen, dass ein hoher Lichtschutzfaktor die eigene Vitamin-D-Synthese im Körper verhindert. Wer sich also mit Bedacht langsam bräunt, lebt gesünder. Übrigens: auch im Schatten bräunt die Haut!

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