Beauty-Trend Sonnenbrand-Tattoos: Darum sind sie so gefährlich

Sonenbrand-Tattoos sind ein neuer und gefährlicher Trend, den Du besser auslassen solltest. Hübscher und gesünder sind temporäre Tattoos.

Sonnenbrand-Tattoos
Sonnenbrand-Tattoos sind alles andere als gesund! © stokkete / stock.adobe.com
Sonnenbrand-Tattoos – das sind weiße Motive auf gebräunter oder roter oder besser gesagt verbrannter Haut. Es ist ein Trend mit schlimmen Folgen für die Gesundheit. Vor allem junge Menschen setzen sich dafür bewusst zu lange den gefährlichen Sonnenstrahlen aus. Mit Körperkunst hat das längst nichts mehr zu tun.

Was sind Sonnenbrand-Tattoos?

Sonnenbrand-Tattoos haben mit normalen Tattoos nichts gemeinsam. Für ein solches Tattoo klebt man sich Aufkleber (Schablonen) in verschiedenen Formen – beispielsweise Blumen, Herzen oder bestimmte Muster – auf die Haut. Anschließend legt man sich in die Sonne, ohne sich zuvor mit Sonnenschutz einzucremen. Die ungeschützte Haut verbrennt, während der abgedeckte Bereich hell bleibt. Durch die verschiedenen Hauttöne ist das Motiv anschließend deutlich zu erkennen.

Warum sind Sonnenbrand-Tattoos so gefährlich?

Im Anschluss an ein übertriebenes Sonnenbad kann man das vermeintlich kunstvolle Sonnenbrand-Tattoo dann stolz den Freunden präsentieren. Doch mit Kunst hat dieser Trend wahrlich nichts zu tun. Sich absichtlich einen Sonnenbrand zuzuziehen, ist alles andere als klug.

Die schmerzhafte Verbrennung mag zwar bald vergessen sein. Auch das Tattoo wird relativ schnell verblassen. Aber das Sonnenbrand-Tattoo hinterlässt Spuren, wie

  • Altersflecken,
  • Falten und
  • ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs.

Die Haut vergisst nicht! Die UV-Strahlen der Sonne beschädigen das Erbgut der Hautzellen. Und so ist es möglich, dass sie auch noch viele Jahre nach dem Sonnenbrand-Tattoo Krebs entwickeln können. Vor allem eine intensive Sonnenbestrahlung in jungen Jahren erhöht das Risiko für Hautkrebs stark.

Die bessere Alternative: Temporäre Tattoos

Dabei geht es viel einfacher und vor allem gesünder. Wir nennen Dir zwei Alternativen.

» Tattoos zum Aufkleben

Tattoos zum Aufkleben
© Microgen / stock.adobe.com
Tattoos zum Aufkleben sind sogenannte temporäre, also vorübergehende Tattoos. Dabei handelt es sich im Grunde um Abziehbilder, die Du auf die Haut aufbringst. Für die Herstellung wird ein spezielles Papier, das mit einer Schutzfolie ausgestattet ist, mit hautverträglichen Farben bedruckt. Das Bild kannst Du mit Wasser auf Deine Haut übertragen.

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Ursprünglich weist die Bezeichnung „Tattoo“ auf eine echte Tätowierung hin, die viele Jahre auf der Haut verbleibt. Temporäre Tattoos sollen eine bestimmte Stelle auf der Haut jedoch nur eine gewisse Zeit verschönern. Das Bild lässt sich mit einfachen Mitteln, zum Beispiel mit Pflasterentferner, wieder entfernen.

Wichtig zu wissen: Temporäre Tattoos unterliegen besonderen EU-Vorschriften der Kosmetik, da sie längere Zeit (bis zu sechs Tage) auf der Haut verbleiben können. Die Tattoos dürfen in dieser Zeit keine gesundheitsschädlichen Stoffe an die Haut abgeben.

» Tattoostift und Schablone

Tattoostift
Mit einem Tattoostift lassen sich tolle Tattoos zaubern – © karenfoleyphoto / stock.adobe.com
Temporäre Tattoos kannst Du aber nicht nur mit Aufklebern beziehungsweise Abziehbildern aufbringen, sondern auch mit Hilfe von Tattoostiften und geeigneten Schablonen – ähnlich den Henna-Tattoos. Erhältlich sind die Stifte in unterschiedlichen Farben, aber auch Qualitäten. Beim Kauf solltest Du deshalb immer ein Blick auf vorhandene Prüfsiegel werfen, um sicherzugehen, dass keine schädliche Inhaltsstoffe enthalten sind.

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Bei empfindlicher Haut empfiehlt es sich, vor der Anwendung einen Allergietest zu machen. Dazu trägst Du mit einem Tattoostift in der Armbeuge etwas Farbe auf. Nur wenn die Haut keine Reaktionen wie Juckreiz oder Rötungen zeigt, solltest Du den Tattoostift verwenden.

Ein temporäres Tattoo, das mit einem hochwertigen Stift gemalt wurde, hält bis zu fünf Tage. Sobald das Tattoo verblasst, kannst Du es entfernen und gegebenenfalls erneut aufmalen. Viele Tattoostifte sind wasserfest. Deshalb lassen sich Temporär-Tattoos am besten von der Haut entfernen, indem man etwas Öl aufträgt. Nach einer kurzen Einwirkzeit kann man es mit einem Küchenpapier ohne Rückstände abwischen.

Temporäre Tattoos sehen aus, als hätte sie ein professioneller Tätowierer gestochen. Anders als echte Tattoos lassen sich diese Tattoos aber wieder vollständig entfernen. Temporär-Tattoos eignen sich daher ideal zum Ausprobieren für Kinder und Jugendliche oder um ein bestimmtes Outfit aufzuwerten.

Im Gegensatz zu Sonnenbrand-Tattoos bergen diese Tattoos keine gesundheitlichen Risiken. Sie können bedenkenlos auf die Haut aufgebracht werden.

Temporär-Tattoo mit einem Tattoostift auftragen

  1. Wasche zunächst die Stelle, an der Du das Tattoo anbringen möchtest, gründlich mit Wasser und Seife. Mögliche Körperhaare solltest Du entfernen. Welche möglichkeiten Du dazu hast, erfährst Du in unserem Beitrag „Armhaare entfernen – so wirst du die Haare an den Armen los„.
  2. Nachdem Du die Haut gut abgetrocknet hast, klebst Du eine Schablone Deiner Wahl auf die gewünschte Stelle.
  3. Jetzt kannst Du die Schablone mit dem Tattoostift vollständig ausmalen.
  4. Nach etwa fünf Minuten sollte die Farbe getrocknet sein.
  5. Die Schablone kannst Du nun vorsichtig von der Haut abziehen.

Tipp: Tattoostifte können auch ohne Schablonen verwendet werden, wenn ein entsprechendes Talent vorhanden ist. Ansonsten liefern die speziellen Schablonen die schönsten Ergebnisse. Mit etwas Geschick lassen sich derartige Schablonen aus selbstklebender Folie auch selbst kreieren.