Deutsche Modelabels kommen groß raus

Deutschland war bisher nicht unbedingt das Land, das in der Modewelt eine besondere Rolle gespielt hat. Doch in den vergangenen Jahren hat sich in unserem Land modetechnisch so einiges getan, und mittlerweile können wir auf viele neue Modelabels richtig stolz sein.

deutsche Modelabels
Deutsche Modelabels präsentieren sich vor allem auf der Fashion Week Berlin
Jedes Jahr auf der Fashion Week in Berlin stellen sich neben den bereits bekannten Labels auch Nachwuchsdesigner vor. Heute möchten wir ein paar deutsche Modelabels kurz vorstellen, die sich auch international nicht verstecken müssen.

Wir haben in Deutschland viele aufstrebende Modelabels, doch für viele Frauen wäre es sicher wünschenswert, wenn mehr Designer auch schicke Kleider in großen Größen entwerfen würden. Hier wäre sicher großer Bedarf – wir dürfen gespannt sein, was die Zukunft bringt.

Wunderkind

Wolfgang Joop wäre eigentlich gerne Künstler geworden, und etwas ähnliches ist ihm doch dann auch gelungen. Bis zum Jahr 2001 schickte er Models für sein Label Joop! über den Laufsteg und kreierte zudem zahlreiche Düfte für Damen und Herren.

Im Jahr 2011 hat er dann seine kompletten Anteile am Label „Wunderkind“ zurück gekauft und nahm alles selbst in die Hand. Wolfgang Joop möchte tragbare Mode entwerfen, die Intellekt mit Sachlich- und Sinnlichkeit vereint.

Ein Zuviel an Anmut und Ordnung ist ihm ein Greuel, das verleiht seinen Kollektionen einen besonderen Charme und Einzigartigkeit.

Perret Schaad

Deutsche Mode war in der Vergangenheit vor allem Mainstream, die Designerinnen Johanna Perret und Tutia Schaad wollten neue Experimente wagen. Sie entwerfen Mode, die jeder zu jedem Zeitpunkt tragen kann, unabhängig vom Alter und dem Anlass.

Das Motto des jungen Labels lautet „Purismus gepaart mit Eleganz“. Dabei setzen die beiden Frauen vor allem auf fließende Stoffe wie Seide, dazu kommt ein munterer Mix aus verschiedenen Farben. Außerdem kombiniert man gerne verschiedene Materialien, wie zum Beispiel Seide mit Leder oder Strick.

Isabell de Hillerin

Die Nachwuchsdesignerin Isabell de Hillerin hat ihre Wurzeln in Rumänien, wahrscheinlich kommt daher ihre Liebe zur Folklore. Gerne setzt sie auf traditionelle Materialien und von Hand gefertigte Stickereien, dabei wirken ihre Kollektionen dennoch sehr modern.

Auf den ersten Blick wirken die Kleidungsstücke der jungen Designerin recht elegant, erst später bemerkt man liebevolle Details wie Stickereien, Bordüren oder auch geklöppelte Elemente, denn meist heben sie sich farblich nicht von der Kleidung ab. Die aktuelle Kollektion war eher dunkel gehalten, lediglich ein paar Teile in Pastellfarben sorgten für Kontraste.

Odeeh

Elf Jahre lang haben Otto Drögsler und Jörg Ehrlich ihr Können dem berühmten Unternehmen René Lezard zur Verfügung gestellt, und zwar als Kreativ-Direktoren. Als Nachwuchsdesigner kann man sie also nicht wirklich bezeichnen. Seit dem Jahr 2008 haben sie nun ihr eigenes Label Odeeh.

Die beiden Designer setzen vor allem auf einen außergewöhnlichen Stilmix mit verschiedenen Materialien und Mustern. Dabei möchten sie sich immer weiter entwickeln und besondere Looks kreieren. Frauen sollen mit der Mode spielen, sich immer wieder neu erfinden, aber sich auch sexy fühlen.

Dawid Tomaszewski

Der gebürtige Pole Dawid Tomaszewski lebt in Berlin und steht vor allem für sehr feminine Mode. Seine Mode ist wahrscheinlich nicht gerade alltagstauglich, denn sie wirkt eher futuristisch und auch etwas mysthisch angehaucht.

In den Kollektionen des jungen Designers findet man auch viele ungewöhnliche Designs, Materialien und Elemente, wie zum Beispiel glänzendes Latex, Fliesenmuster oder Schnüre. Die Entwürfe wirken sehr geheimnisvoll sind jedoch auch immer eine Hommage an die Weiblichkeit. Man bemerkt deutlich seine Passion für Architektur und Kunst.

Augustin Teboul

Was sich nach dem französischen Künstlernamen anhört, ist das Label der jungen Designerinnen Odély Teboul und Annelie Augustin. Die Kollektionen der beiden Frauen sind eher düster, denn die Farbe Schwarz ist sehr dominant.

Die meisten Kleidungsstücke sind gut tragbar, einige muten jedoch sehr surreal an. Spitze war auch bei der aktuellen Kollektion ein wichtiges Thema, außerdem haben sich die Designerinnen von der traditionellen Mode der verschiedensten Länder und Erdteile inspirieren lassen.

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