Die größten Beauty-Irrtümer aufgedeckt

Es gibt unzählige Mythen rund um die weibliche Schönheit, die sich auch heute noch ganz hartnäckig in unseren Köpfen halten. Bestimmte Behauptungen wurden vor langer Zeit aufgestellt, und viele Frauen denken deshalb, dass doch wenigstens ein Funke Wahrheit daran sein muss.

Modernen Foundations verstopfen die Poren der Haut nicht mehr
Modernen Foundations verstopfen die Poren der Haut nicht mehr

So wird oft behauptet, dass Haare durch das Rasieren schneller und stärker nachwachsen. Doch ist das wirklich so? Wir haben die wichtigsten Schönheitsmythen einmal gesammelt und wollen überprüfen, ob tatsächlich etwas Wahres daran ist.

Irrtum Nr. 1: Fettige Haut muss häufiger gereinigt werden

Viele Frauen leiden unter einem lästigen Glanz in ihrem Gesicht, der Teint bleibt trotz Abpudern nicht lange matt. Hat man eine fettige Haut, dann hat das meistens genetische Ursachen, die Haut produziert einfach zu viel Talg. Auch bei einem veränderten Hormonspiegel kann es zu vermehrter Talgbildung kommen, zum Beispiel während der Pubertät oder eine Schwangerschaft.

Einige glauben, dass sie die glänzende Haut durch häufigeres Waschen in den Griff bekommen können. Das ist jedoch der völlig falsche Ansatz, denn durch das vermehrte Waschen regt man die Talgdrüsen noch zusätzlich an, das Problem verschlimmert sich. Fettige Haut sollte man also nicht mehr als normal reinigen.

Irrtum Nr. 2: Tägliches Peelen macht die Haut besonders zart

Eine zarte, geschmeidige Haut ist ein Traum, ein regelmäßiges Peeling ist deshalb ein Muss. Doch in diesem Fall ist weniger mehr, denn ein tägliches Peeling tut der Haut nicht gut. Beim Peeling werden abgestorbene Hautschüppchen entfernt, die Neubildung von Zellen wird gefördert und die Haut wird schön weich.

Rubbelt man die Haut jedoch täglich ab, so wird sie schnell gereizt und trocken, sie reagiert mit Rötungen und Juckreiz. Ein Peeling sollte deshalb nur maximal zweimal in der Woche auf dem Programm stehen, bei sensibler Haut nur einmal wöchentlich und mit besonders milden Produkten.

Irrtum Nr. 3: Von Lippenpflegestiften wird man abhängig

Vielen kommt es so vor, als würde eine Art Abhängigkeit entstehen, wenn sie erst einmal mit der Verwendung eines Lippenpflegestiftes begonnen haben. Die Haut der Lippen ist sehr dünn, es sind kaum Talgdrüsen vorhanden, weshalb sie besonders schnell austrocknen.

Die Pflegestifte spenden der Haut viel Feuchtigkeit, doch diese kann von den Lippen nicht binden, da es der Haut an Fetten mangelt. Eine körperliche Abhängigkeit entsteht durch die Verwendung auf keinen Fall, die Lippen können sich nur an den pflegenden Effekt gewöhnen, deshalb lieber sparsam verwenden.

Irrtum Nr. 4: Make-up verstopft die Poren

Foundations sollen angeblich die Poren verstopfen, so dass es schneller zur Entstehung von Unreinheiten kommen soll. In der Vergangenheit war das tatsächlich häufiger der Fall, denn in den Produkten war früher quellfähiges Reismehl enthalten.

Dieses setzte sich in der Tat in den Poren ab und führte zu Unreinheiten, weil die Haut nicht mehr richtig atmen konnten. Die modernen Foundations enthalten jedoch natürliche Silikate oder auch hautfreundliches Talkum, so dass an diesem Irrtum nichts mehr dran ist.

Irrtum Nr. 5: Je größer das Mascara-Bürstchen, desto voluminöser werden die Wimpern

Viele Frauen verlassen das Haus nicht ohne Wimperntusche, die Mascara gehört zu den wichtigsten Beautyprodukten. Im Handel gibt es Mascaras mit den unterschiedlichsten Bürstchen, klein, groß, geschwungen, gebogen und mit unterschiedlich langen Borsten.

Eine große Bürste garantiert jedoch noch lange nicht außerordentlich viel Volumen. Nicht das Bürstchen entscheidet über das Resultat, sondern vielmehr die Beschaffenheit der Wimpern. Wimpern sind unterschiedlich dicht, lang und dick. Sind Wimpern von Natur aus schon voll, so kann auch ein kleines Bürstchen für mehr Dichte und Volumen sorgen.

Irrtum Nr. 6: Häufiges Rasieren verstärkt den Haarwuchs

Seit ewig langer Zeit hält sich schon die Annahme, dass man den Haarwuchs durch regelmäßiges Rasieren anregt. Das ist jedoch vollkommener Unsinn, denn die Haare wachsen nicht stärker oder schneller nach, wenn man sie rasiert.

Das Rasieren hat null Einfluss auf das Haarwachstum. Wachsen die Haare nach, dann erscheinen sie lediglich dicker, da die Körperbehaarung direkt an der Wurzel natürlich breiter und fester als an den Spitzen ist.

Irrtum Nr. 7: Tägliches Haare waschen verhindert, dass das Haar schneller nachfettet

Wer diese Behauptung in die Welt gesetzt hat, dem sollte man gehörig den „Kopf waschen“, denn häufiges Haare waschen ist nicht für die übermäßige Talgproduktion verantwortlich und regt diese auch nicht zusätzlich an.

Irrtum Nr. 8: Nagellack schadet Nägeln, weil sie nicht atmen können

Bei den Nägeln handelt es sich um leblose Materie, dieses Horn atmet überhaupt nicht mehr und braucht deshalb auch keinen Sauerstoff. Nagellack ist für die Nägel sogar ein guter Schutz vor dem Austrocknen, denn er hält zum Beispiel aggressive Reinigungsmittel von den Nägeln fern.

Irrtum Nr. 9: Tägliches Eincremen schützt vor Cellulite

So einfach ist es leider nicht, denn auch wer seine Haut täglich cremt oder einölt kann die Entstehung von Cellulite nicht verhindern. Natürlich ist die Hautpflege sehr wichtig, doch die Ursachen für Cellulite sind wesentlich vielfältiger.

Die erbliche Veranlagung ist der wichtigste Faktor, dazu kommen noch die individuelle Beschaffenheit der Haut, Stress, Rauchen und hormonelle Einflüsse durch Schwangerschaft oder die Einnahme der Pille. Mit Cremen kann man die Ursachen also leider nicht wirklich bekämpfen.

Quelle: beautypress.de

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