Abnehmen mit Hashimoto: So purzeln trotz Schilddrüsenerkrankung die Pfunde

Wenn Du mit Hashimoto abnehmen möchtest, ist Dein Weg mit vielen Stolpersteinen gepflastert. Nicht aber, wenn Du gewisse Ernährungsregeln einhälst und unsere Tipps beherzigst.

Lebensmittel Diät Hashimoto
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Bei Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Bedingt durch eine Reaktion des Immunsystems wird nach und nach immer mehr Gewebe in der Schilddrüse zerstört, wodurch typische Symptome einer chronischen Schilddrüsenentzündung entstehen.

Verlauf der Krankheit

Im Verlauf der Krankheit sind zum Beispiel die folgenden Anzeichen für Hashimoto typisch:

  • Abgeschlagenheit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Chronische Müdigkeit
  • Empfindlichkeit gegen Kälte
  • Gewichtszunahme
  • Schmerzen in den Muskeln

Leider wird Hashimoto noch immer viel zu selten und auch meist recht spät erkannt. Die Ursache für die späte Erkennung liegt darin, dass die Krankheit wirken kann wie eine Schilddrüsenüberfunktion, die jedoch irgendwann in eine Unterfunktion umschlagen kann. Dieser ständige Wechsel ist darauf zurückzuführen, dass die Schilddrüse die erforderlichen Schilddrüsenhormone nicht in ausreichender Menge produzieren kann oder sie im Übermaß produziert. Wird Hashimoto jedoch erkannt, lässt sich die Stoffwechselerkrankung relativ gut mit entsprechenden Medikamenten behandeln. Leider bringt sie aber auch Folgen mit sich, die sich in Form einer erschwerten Gewichtsabnahme zeigen können.

Ist eine Diät mit Hashimoto möglich?

Gerade, wenn die Krankheit nicht diagnostiziert ist, vermittelt dies beim Arzt oft den Eindruck, dass man sich nicht an den Ernährungsplan hält, selbst wenn man peinlich genau darauf achtet. Denn infolge der Erkrankung nimmt man trotzdem zu, selbst wenn man Sport treibt und sich angemessen ernährt.

Daher liegt auch die Vermutung nahe, dass eine Gewichtsreduktion mit Hashimoto gar nicht durchführbar ist. Eine wirklich effektive Diät ist trotzdem möglich, allerdings erst, nachdem Hashimoto bei Dir diagnostiziert wurde. Den aktuellen Zustand kannst Du dann mit Medikamenten beeinflussen, sodass Dein Stoffwechsel wieder einigermaßen auf Trab kommt. Erst dann ist auch eine Diät wirklich sinnvoll.

Ausgewogene Ernährung bei Hashimoto

Der erste Schritt zum Wunschgewicht führt über eine ausgewogene Ernährung, die der Stoffwechselkrankheit angepasst ist. Das bedeutet im Einzelnen:

  • Fett- und kohlenhydratreiche Lebensmittel sollten vermieden werden
  • zuckerfrei ernähren
  • Pro Tag sind zweieinhalb Liter Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee zuzuführen

Die meisten schlagen während der Abnehmphase eine vor allem kohlenhydratarme Ernährung an, bei der man ebenso keinerlei Süßigkeiten zu sich nimmt. Dinge wie Alkohol sind ebenfalls zu vermeiden, da sie die Leber mit Toxinen belasten. Du solltest hingegen auf jeden Fall mehr Wasser trinken.

Unser Tipp:
Bei der Ernährung gilt es, sich sehr genau zu beobachten. Ungute Veränderungen zeigt der Körper meist mit Stagnation oder einer Gewichtszunahme an. Hilfreich kann hierbei die Führung eines Ernährungstagebuchs sein. Anhand der hier hinterlegten Angaben kannst Du dann schnell reagieren und findest so rasch heraus, was Deinem Körper gut tut und was nicht.

Welche Tipps sind noch hilfreich bei Hashimoto?

Frau führt Ernährungstagebuch
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Neben der richtigen Ernährung ist es sinnvoll bestimmte Tipps zu beherzigen, die ebenfalls zur Gewichtsabnahme beitragen können. Mit dazu gehören:

❍ Detoxeinheiten:

Während des Abnehmens kann es immer von Vorteil sein, hin und wieder eine Entgiftungskur zu unternehmen. Dank ihr werden unnötige Schlacken im Körper und Gifte abtransportiert. Den meisten fällt danach das Abnehmen leichter. Entweder kannst Du zum Detoxen Detox-Wasser selber machen oder auch eine Saftdiät durchführen.

❍ Stress vermeiden:

Stress verursacht häufig Hungerattacken. In den meisten Fällen ist das verzehrte Essen hierbei aber eher ein Trostpflaster, welches sich später auf den Hüften absetzt. Stress verursacht den Anstieg des Cortisolspiegels, der den Körper unter Dauerbelastung stellt und die Gefahr zu noch mehr Übergewicht begünstigt.

❍ genügend Schlaf:

Wer zu wenig schläft, der setzt seinen Körper ebenfalls unter Stress, was sich wiederum in Form von mehr Übergewicht äußert. Mittels genügender Ruhe verfolgt der Körper hingegen den Prozess einer erhöhten Fettverbrennung.

❍ Hormone checken:

Neben dem Schilddrüsenhormon produziert der Körper auch Progesteron und Östrogene. Sind die Werte gestört, beeinflusst dies auch den Fettabbau und begünstigt so Fetteinlagerungen. Daher ist es durchaus sinnvoll den Hormonspiegel testen zu lassen und gegebenenfalls bei einem Ungleichgewicht medikamentös einzugreifen.

❍ Sport:

Sport ist bei dem Vorhaben, Gewicht zu verlieren, immer empfehlenswert. Denn Sport verbrennt Fett. Besonders geeignet sind Cardio-Einheiten wie Fahrradfahren, Laufen oder Schwimmen.

❍ Medikamente prüfen:

Neben dem Medikament gegen Hashimoto nehmen manche Menschen noch andere Medikamente ein. Diese können ebenfalls verhindern, dass man abnimmt. Mit dazu gehören zum Beispiel Cholesterinsenker oder die Antibabypille, sowie Betablocker. Hast Du eines dieser Medikamente im Verdacht, dass es Deine Diät behindert, solltest Du am besten mit Deinem Arzt darüber sprechen.

❍ Grundlegende Aminosäuren:

Sie sind wichtiger als man es zunächst vermutet. Aber wenn der Körper zu wenig an grundlegenden Aminosäuren bekommt, kann dies dazu führen, dass das Immunsystem darunter leidet oder einem die Haare ausfallen. Ebenso werden Haut und Muskeln negativ beeinflusst. Daher ist es immer empfehlenswert zu kontrollieren, ob Du genügend Aminosäuren zu Dir nimmst. Idealerweise geschieht das über die reguläre Ernährung.

Fazit:

Generell ist es so, dass es mit Hashimoto immer etwas schwerer ist, Gewicht zu verlieren. Sofern Du jedoch die richtigen Tipps zu Deinem Vorteil nutzt und dabei eine ausgewogene Ernährung anstrebst, sollte Deinem Wunschgewicht nichts im Wege stehen. Allerdings solltest Du Deinem Körper auch Zeit dazu einräumen. Denn häufig dauert es mit Hashimoto immer etwas länger, bis man wirklich zum Ziel gelangt.