Kryotherapie: So wirkt der Kälteschock gegen Cellulite

Nach joggen und cremen kommt nun frieren. Die neue Behandlungsmethode namens Kryotherapie soll nämlich dabei helfen die ungeliebte Cellulite los zu werden.

Kryotherapie
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Du hast im Kampf gegen Deinen „Hagelschaden“ schon (gefühlt) alles versucht und blickst den Monaten, in denen endlich wieder kurze Röcke getragen werden können, noch ein wenig skeptisch entgegen? Dann solltest Du vielleicht einmal Dein Glück mit der so genannten Kryotherapie versuchen. Hierbei behandelst Du die unschönen Dellen ganz rigoros mit einem Kälteschock. Nicht nur viele „Normalsterbliche“ sind in den letzten Monaten dazu übergegangen, sich mit Hilfe von Kryotherapie auf den Sommer vorzubereiten. Auch immer mehr prominente Vertreter, wie beispielsweise Lindsay Lohan, schwören auf den Einsatz der niedrigen Temperaturen. Wie es wirkt, was es mit dem Verfahren genau auf sich hat und was Dich das Ganze kostet, liest Du hier!

Achtung: Es wird kalt!

Kryotherapie verdankt ihren Namen dem griechischen Wort „kryos“, der Bezeichnung für Kälte, und ist keineswegs mit einem „lauen Lüftchen“ gleichzusetzen. Wer sich einer Behandlung unterzieht, konfrontiert seinen Körper mit frostigen -150°C! Anders als bei vielen Behandlungen mit Wärme, werden jedoch oftmals nicht nur Deine Beine, sondern wirklich alles den kalten Temperaturen ausgesetzt. Für einen Gang in die dazugehörige Kältekammer ist es daher unerlässlich, sich auch unbedingt entsprechend angepasst zu kleiden. Am besten entscheidest Du Dich hier für einen Mix aus…:

  • Handschuhen
  • Schal
  • Mütze

… und Bikini. Somit sind die Stellen, an denen Du Dich besonders schnell verkühlen könntest, gut abgedeckt und die Kälte kann dort wirken, wo sie soll. Modernere Geräte sind jedoch durchaus kleiner und werden dort aufgesetzt, wo sie arbeiten sollen. In einem solchen Fall würden dann natürlich nur Deine Beine „schockgefrostet“.

Nicht nur gut gegen Cellulite

Bei der Kryotherapie handelt es sich nicht nur um ein Mittel, um eine bestehende Cellulite zu verringern oder komplett verschwinden zu lassen. Vielmehr wird das Verfahren von vielen Fachleuten als eine besondere Form der Anti-Aging-Behandlung angesehen. Weshalb? Weil durch die extrem niedrigen Temperaturen die Haut der behandelten Personen straffer wird und demzufolge auch schnell besser aussieht. Die Kryotherapie hilft also nicht nur gegen Cellulite, sondern auch gegen Falten und einer vorzeitigen Hautalterung.

Ähnlich wie bei einem Besuch im Solarium werden durch die Kryotherapie in einem nicht zu vernachlässigenden Umfang Endorphine, sprich also körpereigene Glückshormone, freigesetzt. Hierzu musst Du Dich noch nicht einmal lange im Kältebereich aufhalten. Dein Körper reagiert auf die niedrigen Temperaturen so schnell, sodass Du in der Regel innerhalb weniger Minuten einen kleinen „Glücksboost“ verspürst.

Alles, was Du zur Wirkungsweise der Kryotherapie wissen musst

Jeder, der sich schon einmal einer Kryotherapie unterzogen hat, weiß, dass die Kälte (vor allem beim ersten Mal) nicht selten unerträglich zu sein scheint. Doch abgesehen vom Bibbern und Frieren – was passiert eigentlich bei der Behandlung IN Deinem Körper? Sehr viel. Vor allem verengen sich die Gefäße aufgrund der niedrigen Temperaturen sehr schnell. Das führt wiederum dazu, dass Deine Haut deutlich besser als in „normaler“ Umgebung angekurbelt wird. Zudem produziert Dein Körper in dieser Zeit deutlich mehr Kollagen (ja, genau das, was in vielen Anti-Falten-Cremes enthalten ist). Die Folge: die Struktur Deines Gewebes an den Oberschenkeln verändert bzw. verbessert sich.

Durch die erhöhte Anstrengung, die Du nun unweigerlich leistest, werden quasi ganz nebenbei auch Fettspeicher abgebaut. Dein Körper versucht, gegen die kalten Temperaturen zu kämpfen und sich selbst zu wärmen… und genau DAS verbraucht in hohem Maße Energie. Du selbst bekommst von all dem nicht wirklich viel mit. Du frierst, bemerkst aber nicht, dass Du in einem Zeitraum von wenigen Minuten weit über 1.000 Kalorien verbrennst.

Leider reicht jedoch in der Regel nicht nur eine Anwendung, um wirklich deutliche Erfolge zu erzielen. Plane daher auf Deinem Weg zur Standfigur unbedingt mehrere Sitzungen bei der Kryotherapie ein. Circa zehn Besuche in der Kältekammer gelten hier als Durchschnittswert. Danach berichten viele Kundinnen, dass sie nicht nur abgenommen hätten, sondern dass sich die Haut auch merklich glatter anfühle als vorher.

Erfolge dermatologisch bestätigt

Dass es sich bei der Kryotherapie keinesfalls um einen Hype aus Hollywood handelt, beweist die Tatsache, dass sich mittlerweile auch immer mehr Dermatologen für die Behandlung aussprechen. Für einen größtmöglichen Erfolg und mit Blick auf Deine Gesundheit solltest Du hier jedoch keine Alleingänge wagen. Sprich alle Behandlungen immer mit Deinem Arzt ab!

Dennoch und trotz aller positiven Aspekte handelt es sich bei der Kryotherapie um eines der kostspieligen Vergnügen der Beauty-Branche. Die Behandlung schlägt mit circa 300,00 Euro zu Buche.
Wichtig ist zudem auch immer ein gesunder Lebensstil. Wer ausschließlich auf die Erfolge der Kryotherapie vertraut, dürfte auf lange Sicht enttäuscht werden. Achte daher auch immer darauf, dass Du parallel zum Kälteschock gesund isst und ein ausreichendes Maß an Bewegung in Deinem Alltag nicht zu kurz kommt.

Tipp:
Die positiven Effekte von Kälte kannst Du jedoch auch problemlos im Alltag nutzen. So runden Wechselduschen mit kaltem Wasser oder ein Ausflug in den Schnee mit kurzer Hose die Kryotherapie gekonnt (und kostengünstig) ab.

Und so funktioniert die Eissauna:

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