High Heels: Mit diesen 10 Tipps lernst Du auf hohen Schuhen zu laufen

Deine High Heels können noch so gut passen – Du musst aber auch darauf laufen können. Ansonsten kann der Auftritt in den hohen Schuhen schnell zu einer Lachnummer werden.

Auf High Heels laufen lernen
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High Heels gelten als der Inbegriff von weiblicher Eleganz und Sexyness. Sie werten jedes Outfit auf – egal, ob Du das kleine Schwarze oder eine Destroyed Jeans trägst. Und außerdem schmeicheln sie jeder Figur, indem sie sie optisch in die Länge strecken. Dafür solltest Du jedoch die richtigen High Heels tragen. Denn mit den passenden High Heels zu deiner Figur, kannst Du deine Weiblichkeit gekonnt in Szene setzen.

So überzeugend die Vorteile von High Heels auch sein mögen, es gibt da aber auch zwei (nicht ganz unwesentliche) Haken: Zum einen kann es höllisch wehtun auf hohen Hacken zu gehen und zum anderen will das Gehen auch erst einmal gelernt werden. Hier erfährst Du, mit welchen Tipps und Tricks Du demnächst den perfekten Auftritt auf High Heels hinlegst.

So legst Du in High Heels den perfekten Auftritt hin

1 Füße vorher lockern und dehnen

Was beim Sport gilt, sollte auch beim Laufen auf High Heels beherzigt werden. Bevor es ans Eingemachte geht, solltest Du deine Füße ausgiebig lockern und dehnen. Nutze hierzu zum Beispiel einen Massageball und stelle dich für längere Zeit auf die Zehenspitzen. Auch das gezielte Spreizen der Zehen hilft dabei, deine Füße auf das bevorstehende Gehen auf hohen Absätzen vorzubereiten.

Zusatz-Tipp:
Diese Übungen kannst Du täglich durchführen – auch wenn Du gar nicht vorhast heute High Heels zu tragen.

2 Klein anfangen und kontinuierlich steigern

Wusstest Du, dass Schuhe erst ab einer Absatzhöhe von 10 Zentimetern als High Heels bezeichnet werden dürfen? Alles darunter sind schlichtweg Pumps. Dass der Name nicht ganz hinhaut, bedeutet jedoch nicht, dass Du mit den weniger steilen Absätzen nicht auch trainieren kannst. Wer hoch hinaus will, sollte stets bodenständig beginnen. Es spricht absolut nichts dagegen, wenn Du das Laufen erst einmal mit Fünf- bis Sieben-Zentimeter-Absätzen übst. Die etwas flacheren Varianten geben Dir ein Gefühl dafür, wie sich der Schwerpunkt deines Körpers verlagert und wie Du die Veränderung ab besten ausgleichst. Außerdem können sich deine Füße auf diese Weise Stück für Stück an die neue Herausforderung gewöhnen – denn das ist das Tragen von Absatzschuhen auf jeden Fall!

3 Die Körperhaltung kontrollieren

Wer in sich zusammensackt, die Schultern nach vorn krümmt und keinerlei Spannung im Körper hat, wird große Schwierigkeiten haben, auf High Heels zu laufen. Um von Anfang an einer falschen Haltung entgegenzuwirken, kannst Du auf die klassische Buchmethode zurückgreifen. Einfach ein Buch (später auch gerne mehrere Exemplare) auf den Kopf legen und so laufen, dass es nicht herunterfällt.

4 Hinten aufsetzen, vorne abrollen

Kommen wir nun zur konkreten Technik beim Laufen auf High Heels. Weiter oben im Text wurde schon erwähnt, dass sich dein Körperschwerpunkt durch die hohen Haken leicht verlagert wird. Das hat die Folge, dass Du beim Tragen der Schuhe das Gefühl hast, nach vorn zu kippen. Damit das nicht tatsächlich passiert (oder Du eine andersartige Bruchlandung hinlegst), ist es wichtig, dass Du die Absätze immer fest auf den Boden absetzt und dann den Fuß nach vorne abrollst. Verteile dein Körpergewicht gleichmäßig auf die gesamte Länge des Fußes und trainiere die Technik bewusst, bis Du sie quasi im Schlaf beherrschst.

5 Die Wahl der richtigen High Heels

High Heels kommen in schier unendlich vielen Variationen daher und lassen gerade deswegen Frauenherzen höher schlagen. Du als Anfänger solltest dich jedoch nicht ausschließlich von persönlichen Vorlieben leiten lassen, sondern immer auch den festen Stand im Auge behalten. Sehr offen gestaltete High Heels sehen war umwerfend aus, rutschen Dir aber auch schnell vom Fuß. Besser: Varianten, die entweder komplett geschlossen sind oder über eine tolle Riemchen-Schnürung verfügen.

Ein anderer Geheimtipp in Sachen High Heels-Wahl sind Plateau-Modelle. Diese können gern auch als kleine Mogelpackung bezeichnet werden, denn sie erwecken den Anschein, viel höher zu sein als dass es tatsächlich der Fall ist. Auch in diesem Fall kannst Du als Neuling beherzt zugreifen und trainieren, bis die Füße glühen.

6 In den heimischen vier Wänden spielerisch üben

In der Öffentlichkeit wie ein Storch durch den Salat zu staksen ist Dir viel zu peinlich? Dann trainiere deinen High Heels-Gang doch erst einmal in den heimischen vier Wänden. Hier kannst Du dich ganz ohne Druck ausprobieren und spielerisch lernen, auf High Heels zu gehen. Dein Training darf nämlich durchaus auch Spaß machen. Nimm die Übungseinheiten nicht zu ernst und vergiss nicht, hin und wieder über dich zu lachen, wenn der Walk mal wieder an eine Anfangsepisode bei Germany’s next Topmodel erinnert.

7 Erst kurze Strecken, dann immer längere

Wenn Du erste Erfahrungen gesammelt hast und dich halbwegs sicher fühlst, wird es Zeit für den ersten öffentlichen Auftritt auf hohen Haken. Bitte mach auf keinen Fall den Fehler, Dir zu hohe Ziele zu stecken. Wer das Laufen auf High Heels gerade erst noch lernt, sollte mit kurzen Strecken anfangen und diese immer mehr ausweiten. So gewöhnst Du deine Füße – ähnlich wie bei der Steigerung der Absatzhöhe – nach und nach an die High Heels.

Also: Erst ein Gang zum Bäcker um die Ecke, dann zum Friseur im benachbarten Viertel und schließlich, wenn Du dich wirklich sicher fühlst, die High Heels-Premiere am Arbeitsplatz. Wer gleich zu Beginn zu viel von sich selbst verlangt, ist am Ende nur enttäuscht und hat höllische Fuß-Schmerzen.

8 Hüftschwung nicht vergessen

Kommen wir noch einmal zu Heidis Models. Hast Du dich schon einmal gefragt, warum der Gang mancher so extrem hart und militärisch wirkt? Es liegt daran, dass sie viel zu steif sind und dem Körper keine Möglichkeit bieten, sich an die neue Herausforderung anzupassen.

Hohe Absätze verlangen stets nach einem wohldosierten Hüftschwung, der locker und natürlich wirkt. Warum „wohldosiert“? Weil zu viel des Guten ganz schnell übertrieben und künstlich wirkt. Wie viel Hüftschwung genau richtig ist, findest Du am besten beim Üben vor dem Spiegel heraus.

Info:
Das Schwingen der Hüften sieht nicht nur gut aus, sondern verhilft Dir auch zu einem besseren Körpergefühl. Indem Du dich selbst in Bewegung setzt, fällt es Dir nämlich viel leichter, das Gleichgewicht zu halten und die Verlagerung deines Körperschwerpunktes zu „kompensieren“.

9 Immer ein Ziel vor Augen haben

Auch wenn es mitunter etwas stur wirken kann, solltest Du beim Laufen auf High Heels stets ein klares Ziel vor Augen haben und auf dieses zu „marschieren“. Dieser Trick hat den entscheidenden Vorteil, dass Du genau weißt, wo Du hin willst und nicht orientierungslos durch die Gegend eierst. Nimm Dir ruhig professionelle Models zum Vorbild und trainiere den entschlossenen und energiegeladenen Gang. Hast Du diesen einmal drauf, kann er ruhig auch wieder etwas lockerer und vor allem geschmeidig werden.

10 Eine gerade Linie laufen

Eng verbunden mit Tipp 9 ist auch dieser: Laufe immer eine gerade Linie und nur dann eine Kurve, wenn es nötig ist. Das verleiht deinem Gang zusätzliche Stärke und lässt Dich nicht so schnell ins Schwanken geraten. Wenn Du deine imaginäre Linie vor Augen hast, musst Du nur noch einen Fuß vor den anderen setzen und anmutig zum Ziel schreiten. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, dich vom alten breitbeinigen Trampelgang zu verabschieden.

Hier noch ein kleines Lernvideo:

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