Layering Kosmetik – Produkte und Anwendung

Gesichtspflege ist für viele Frauen ein sehr wichtiges Thema – gerade zur Faltenbekämpfung. Das Layering ist dafür die perfekte Lösung.

Layering - Produkte und Anwendung
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Sicher investierst Du viel Zeit in die Gesichtspflege, bevor Du am Morgen das Haus verlässt, schließlich soll der Teint möglichst strahlen und Fältchen und Tränensäcke verschwinden. Auch die Spuren der letzten Partynacht sollen möglichst unbemerkt bleiben. Bei der täglichen Gesichtsreinigung und Pflege wird sicherlich jeder gewisse Rituale entwickelt haben und dabei auf bestimmte Pflegeprodukte schwören. Im Folgenden wollen wir uns das Layering einmal näher anschauen. Layering heißt nichts anderes, als mehrere Schichten an Hautpflegeprodukten nacheinander aufzutragen. Wie dies im Einzelnen funktioniert und was Du Deiner Haut damit Gutes tun kannst, verraten wir Dir im Folgenden.

Layering zur individuellen Hautpflege nutzen

Zugegeben, es gibt schnellere Methoden der Reinigung und Pflege. Wer kennt nicht die praktischen All-in-one-Produkte, denen pflegende, klärende und schützende Eigenschaften nachgesagt werden. Diese haben jedoch mit dem hier beschriebenen Pflegeritual wenig gemein. Layering stammt ursprünglich aus Asien. Dort nimmt man sich Zeit für seine Gesichtspflege und schenkt seinem Körper allgemein mehr Aufmerksamkeit, als dies in unseren Breiten der Fall ist.

Nach und nach setzt sich Layering auch in Europa durch, denn auch Du wirst bestrebt sein, Deiner Haut die Pflege zu gönnen, die sie benötigt. Belohnt wirst Du mit frischer und jugendlicher Haut. Allerdings solltest Du hierfür schon etwas mehr Zeit einplanen

» Tipp: Layering steht für den Auftrag von bis zu zehn Pflegeprodukten.

Bei der Pflege wird ein bestimmter Ablauf befolgt. Durch den gezielten Auftrag der Produkte wird auf die verschiedene Hautbedürfnisse eingegangen. Was in Asien längst Routine ist und beinahe akribisch vollzogen wird, muss erst noch seinen festen Platz in unserer schnelllebigen Zeit finden, Layering ist aber auf dem besten Wege dazu.

Layering – Produktübersicht

ProduktErläuterung
Reinigungsmittel Für die Reinigung des Gesichts können Reinigungsschaum, Reinigungsgel oder Gesichtsseife in flüssiger oder fester Form verwendet werden.
Peeling Das Peeling dient dazu, abgestorbene Hautschuppen zu entfernen.
Ein Peeling sollte maximal drei mal wöchentlich verwendet werden.
Gesichtswasser Gesichtswasser pflegt die Haut, versorgt sie mit Feuchtigkeit und bereitet auf die Aufnahme der nachfolgenden Pflegeprodukte vor.
SerumEin Serum ist reich an Wirkstoffen und auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Hauttypen abgestimmt.
Lotion Es sind Öl-in-Wasser und Wasser-in-Öl Lotionen auf dem Markt.
Für normale und Mischhaut eignen sich die schnell einziehenden Lotionen auf Öl-in-Wasser Basis.
Für besonders trockene Haut ist eine Wasser-in-Öl Emulsion die bessere Wahl.
Augencreme Die zarte Haut um die Augen bedarf einer gesonderten Pflege.
Augencremes spenden Feuchtigkeit und helfen dabei, Augenringe und Falten zu reduzieren.
Maske Hin und wieder sollte eine Maske aufgetragen werden.
In Asien werden für das traditionelle Layering Tuchmasken benutzt. Diese sind besonders dünn und mit zahlreichen Pflegestoffen versehen.
Pflegecreme Tages- und Nachtcremes sind für alle Hauttypen in großer Auswahl erhältlich.
Du solltest Deinen Hauttyp kennen, bevor Du die passenden Produkte auswählst.
SonnenschutzEin Sonnenschutz ist nicht nur im Sommer notwendig.
Auch im Winter können UVA-Strahlen die Haut schädigen und die Faltenbildung begünstigen.
Sleeping Pack Als Sleeping Pack bezeichnen die Asiaten Masken, die über Nacht getragen werden.
Damit wird das Layering abgeschlossen und die Haut vor dem Austrocknen geschützt.

Was sollte bei Layering beachtet werden?

Beim Auftrag der einzelnen Produkte ist eine bestimmte Reihenfolge zu beachten. Du beginnst dabei mit den flüssigsten Konsistenzen. Diese werden zu Beginn benutzt, da sie besonders schnell einziehen. Das Produkt mit der reichhaltigsten Textur wird abschließend aufgetragen. Wer Layering ausprobieren möchte, dem wird es mit asiatischen Kosmetikprodukten besonders leicht gemacht. Diese Kosmetika sind mit ihren Rezepturen optimal auf das Layering abgestimmt. Du kannst die Produkte gut miteinander kombinieren und die Kosmetik wird von der Haut sehr gut aufgenommen.

» Tipp: Beim Layering ist weniger mehr, alle Schichten werden nur hauchdünn aufgetragen.

Layering Schritt für Schritt erklärt

Die einzelnen Schritte zunächst im Überblick:

  • Reinigung
  • Gesichtswasser
  • Serum und Pflege der Augen
  • Tages- und Nachtpflege

1. Die Reinigung – eine Basis schaffen

Eine gründliche Reinigung des Gesichts ist morgens wie abends ein Muss. Nur eine gut gereinigte Haut ist bereit für die nachfolgenden Schritte des Layering. Achte bei der Gesichtsreinigung darauf, ein schonendes Produkt zu verwenden. Der Anteil an Tensiden sollte möglichst gering sein. Wer zu aggressiven Reinigungsprodukten greift, sorgt dafür, dass der Säureschutzmantel der Haut darunter leidet und die Haut austrocknet. Trockene Haut reinigst Du am besten mit einer milden Reinigungsmilch oder einem rückfettendem Öl, wie Marula Öl oder Arganöl. Für die Reinigung von normaler Haut oder Mischhaut eignet sich auch Mizellenwasser oder ein milder Reinigungsschaum.

Tipp: Ein- bis zweimal wöchentlich kann ein Peeling die Gesichtsreinigung unterstützen.

2. Gesichtswasser schenkt Feuchtigkeit

Nach der Reinigung wird das Gesicht sanft abgetupft und ist bereit für den nächsten Schritt. Ein Gesichtswasser besitzt nicht die Funktion, das Gesicht weiterhin zu reinigen. Wer die passenden Reinigungsprodukte benutzt, hat nach deren Anwendung weder Schmutz- noch Fettrückstände auf der Haut. Gesichtswasser und Toner sollen die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und dafür sorgen, dass die nachfolgend angewandten Pflegeprodukte gut in die Haut einziehen können.

» Achtung: Alkoholhaltige Gesichtswasser trocknen die Haut aus. Besonders bei trockener Haut solltest Du auf entsprechende Produkte verzichten.

Gesichtswasser wird mit einem Wattepad auf die Haut aufgetragen. Sind Deine Hände sauber, kannst Du das Produkt auch direkt mit den Händen auftragen. Warte, bis der Toner in die Haut eingezogen ist, Gesichtswasser wird nicht abgewaschen, sondern vollständig von der Haut aufgenommen.

3. Serum und Augenpflege lassen die Haut aufatmen

Im nächsten Schritt wird die Haut mit pflegenden Wirkstoffen versorgt, um sich regenerieren zu können. Wird ein reichhaltiges Serum aufgetragen, kann sich die Haut von innen nach außen regenerieren. Seren und eine gezielte Augenpflege lassen Augenringe und feine Fältchen verschwinden und die Haut wirkt frisch und geklärt. Wertvolle Wirkstoffe in diesen Produkten sind Aloe Vera, Hyaluronsäure oder Rosenwasser. Seren verfügen meist über einen Pumpspender und lassen sich einfach auftragen. Du solltest Deine Haut gut einordnen können und die Pflegeprodukte danach auszuwählen.

4. Tages- und Nachtpflege – altbekanntes Ritual

Eine reichhaltige Creme für den Tag oder die Nacht beendet in der Regel das Layering. Hier darfst Du gerne cremige Konsistenzen verwenden. Die Creme hat die Aufgabe, die vorangegangenen Wirkstoffe in die Haut einzuschließen und wie eine Versieglung zu wirken. Eine Nachtcreme bringt dabei zusätzlich Feuchtigkeit mit und wirkt der Austrocknung der Haut während der Nachtstunden entgegen.

5. Sonnenschutz gehört dazu

Beim Auftrag der Tagescreme ist darauf zu achten, dass diese einen Sonnenschutz enthält. Dies ist nicht nur an heißen Sommertagen von Bedeutung. Verzichte auch im Winter nicht darauf, denn auch wenn die Temperaturen es nicht vermuten lassen, die UVA-Strahlen sind ganzjährig aktiv und können auch im Winter einen Angriff auf Deine Kollagenfasern starten und das Auftreten von Falten fördern.

6. Augenpflege nicht vergessen

Die Haut um die Augen ist besonders empfindlich und bedarf einer speziellen Pflege. Diese besonders dünne Hautschicht sollte nicht mit Gesichtswasser, mit Masken oder mit Peelings in Berührung kommen.

Was ist beim Kauf von Layering Produkten zu beachten?

Die Produkte sollten gut aufeinander abgestimmt sein. Die Zusammenstellung gelingt Dir am besten, wenn Du auf Produkte zurückgreifst, die von ein und demselben Hersteller stammen. Dann herrscht eine gewisse Ausgewogenheit an Inhaltsstoffen. Du kannst die Produkte gut miteinander kombinieren und es fällt Dir auch leichter, eventuelle Unverträglichkeiten herauszufinden, da sich die Wirkstoffe in etwa gleichen und die Hersteller meist auch die selben Antioxidantien benutzen.

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