Sport in der Schwangerschaft: Diese Sportarten sind optimal geeignet

Wer meint, dass Sport in der Schwangerschaft nicht erlaubt ist, der irrt sich gewaltig. Sport ist für werdende Mütter und die Schwangerschaft an sich sogar gut.

Sport in der Schwangerschaft
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Sport in der Schwangerschaft kann sowohl für Mutter als auch für Kinder gut sein. Es kommt jedoch darauf an, welcher Sport wie häufig betrieben wird. Zudem sollte es sich um eine unauffällige Schwangerschaft handeln. Einige Sportarten sind dann besonders gut geeignet, um Stress und Verpspannungen abzubauen. Sportarten, bei denen es zu schnellen Beschleunigungen kommt, sind hingegen absolut Tabu.

Warum Sport in der Schwangerschaft gut tun kann

Eine unauffällige Schwangerschaft schränkt werdende Mütter in der Regel nicht in ihrem Alltag ein und ist auch kein Grund, auf Sport zu verzichten. Tatsächlich sprechen sogar einige Punkte dafür, sich sportlich zu engagieren. Zu den Vorteilen gehören:

❍ Abbau von Stress:

Sport ist gesund und kann dabei helfen, Stress abzubauen und sich auch psychisch entspannen zu können. So gibt es einige Frauen, die unter starkem Druck stehen und sich häufig Gedanken machen. Sport wirkt entspannend.

❍ Körpergefühl:

Seinen eigenen Körper gut zu kennen, ist gerade in einer Schwangerschaft unbedingt zu empfehlen. Beim Sport entsteht noch einmal ein ganz neues Körpergefühl und die Muskeln werden explizit angesteuert.

❍ Leistungsfähigkeit:

Die Leistungsfähigkeit kann mit Sport gesteigert werden. Dadurch fällt teilweise später auch die Entbindung leichter.

❍ Verspannungen:

Gerade der Rücken wird stark belastet durch die Schwangerschaft und es entstehen Verspannungen. Diese können sich durch Sport lösen.

❍ Verringerung von Komplikationen:

Risiken, wie beispielsweise die Entstehung von Krampfadern oder auch von Thrombosen, sind in der Schwangerschaft stärker vorhanden. Durch regelmäßigen Sport können diese Risiken verringert werden.

Diese Sportarten sind optimal geeignet

Schwimmen in der Schwangerschaft
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Einige Sportarten sind besonders gut für Schwangere geeignet. Durch weiche Bewegungen, ein sanftes Training und eine Entlastung der Muskeln stellt sich ein Wohlbefinden ein. Zu diesen Sportarten gehören:

SportartVorteile
Schwimmen und Aqua-FitnessBesonders zu empfehlen ist es, schwimmen zu gehen. Im Wasser verspüren Frauen das Gewicht des Bauches nicht mehr, sie können sich entspannen und auch leichte Muskelübungen machen.
RadfahrenDie gleichmäßigen Bewegungen beim Radfahren bringen den Kreislauf in Schwung. Sie trainieren die Muskeln. Wichtig ist es, nicht zu schnell zu fahren und möglichst einen Untergrund zu vermeiden, durch den Erschütterungen entstehen können.
YogaEs gibt im Yoga spezielle Übungen, die für Schwangere sehr gut geeignet sind. In Kursen direkt für werdende Mütter stehen diese im Fokus. Aber auch sonst ist Yoga eine gute Wahl. Hier geht es darum, sich auf seinen Körper zu besinnen und diesen besser kennenzulernen. Durch die Dehnung der Muskeln wird der Körper zudem auf die Schwangerschaft vorbereitet.
WalkingJoggen ist grundsätzlich möglich in der Schwangerschaft, besser ist es jedoch, sich für Walking zu entscheiden. Hier wird der Körper weniger erschüttert und der Kreislauf nicht zu stark belastet. Dennoch werden Muskeln trainiert und Verspannungen gelöst.
Tai-Chi und Chi-GongAuch diese Sportarten sind sehr gut für die Schwangerschaft geeignet. Sie können zu Hause oder auch in einem Kurs durchgeführt werden.

Das solltest Du während der Schwangerschaft unbedingt beachten

Schwangerschaftsport
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⇒ nicht übertreiben:

Es ist ein Unterschied, ob eine werdende Mutter schon vor der Schwangerschaft aktiv Sport getrieben hat oder erst in der Schwangerschaft damit beginnen möchte. Grundsätzlich ist darauf zu achten, das Training nur so lange durchzuführen, wie sich die Schwangere wohlfühlt. Ziel ist es nicht, an die persönlichen Grenzen und darüber hinauszugehen.

Zudem sollten die Trainingseinheiten möglichst kurzgehalten werden. Mehr als täglich eine Stunde Sport ist nicht zu empfehlen.

⇒ schnelle Drehungen und ruckartige Bewegungen vermeiden:

Zu vermeiden sind schnelle Drehungen und ruckartige Bewegungen. Zudem ist es besser, wenn keine Mannschaftssportarten betrieben werden. Zu groß ist hier die Gefahr, dass es zu Zusammenstößen kommt und das Baby so gefährdet wird.

⇒ Sportarten mit einem hohen Verletzungsrisiko meiden:

Sportarten mit einem hohen Verletzungsrisiko stellen nicht nur eine Gefahr für die werdende Mutter dar. Auch für das Baby können sie risikoreich sein. So können Verletzungen beispielsweise Diagnoseverfahren mit Röntgen oder auch Operationen nach sich ziehen. Beides ist in einer Schwangerschaft tendenziell gefährlich.

⇒ genügend trinken:

Auch die Versorgung des Körpers mit ausreichend Flüssigkeit und Kohlenhydraten ist wichtig. Gerade nach dem Sport ist der Bedarf deutlich erhöht. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist daher eine Grundlage, die nicht fehlen darf. Vor allem beim Sport im Sommer ist viel trinken absolut wichtig.

⇒ Bauchmuskeltraining ist Tabu:

Das Training von Bauchmuskeln muss nicht komplett aus dem Trainingsplan gestrichen werden. Ein moderates Training ist möglich, wenn sich vor allem auf die schrägen Bauchmuskeln konzentriert wird.

⇒ keine High-Impact-Sportarten ausführen:

Vorsicht ist in der Frühschwangerschaft geboten. Hier ist darauf zu achten, dass der Körper nicht zu stark belastet wird. Daher wird davon abgeraten, sich in Richtung der High-Impact-Sportarten zu orientieren. Dazu gehören beispielsweise Sportarten, die sehr stark die Gelenke, Muskeln und auch den mütterlichen Kreislauf belasten können.

Fazit: In Maßen ist Sport in der Schwangerschaft möglich

In einer unauffälligen Schwangerschaft muss nicht auf Sport verzichtet werden. Besonders gut ist es, wenn die werdende Mutter bereits vorher viel Sport getrieben hat. Ist dies nicht der Fall, ist ein sanfter Start in das Training zu empfehlen. Auch die Auswahl der Sportart ist wichtig. Sportarten, bei denen es zu Unfällen und starken Erschütterungen kommen kann, sollten besser vermieden werden.