Frisuren für dünne Haare – So gelingen Dir Messy Bun, Bohemian Dutch Braid und Co.

Dünne Haare sind nicht gerade der Traum einer jeden Frau. Doch keine Sorge, auch mit dünnen Haaren lassen sich wunderschöne Frisuren zaubern.

Frisuren für dünne Haare
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Dünnes Haar wirkt schnell platt, kraftlos und irgendwie langweilig. Den meisten Frauen fällt es schwer, mit ihnen eine tolle Frisur zu zaubern. Und so ist das Ergebnis des Versuchs häufig das gleiche: Der klassische Pferdeschwanz. Dabei gibt es noch sehr viel mehr Frisuren für dünne Haare, die nicht nur toll aussehen, sondern mit ein wenig Übung auch in Windeseile gezaubert werden können. Mit welchen Handgriffen Du Deine dünnen Haare in wahre Hingucker verwandelst, verrät Dir der nachfolgende Beitrag. Viel Spaß beim Nachfrisieren!

Der Messy Bun

Messy Bun
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Der Messy Bun – zu deutsch: unordentlicher Dutt – ist nach wie vor die It-Frisur schlechthin. Die gute Nachricht: Man muss kein Top-Stylist sein, um ihn nachzumachen. Außerdem funktioniert er sowohl mit dickem als auch mit dünnem Haar. Du musst nur wissen, wie Du Deiner Mähne etwas mehr Volumen verleihst.

➭ So funktioniert es:

1 Toupiere Deine Haare mit einem Kamm und etwas Haarspray an, sodass es griffiger wird.
2 Nehme es zusammen, als wenn Du Deine Haare zu einem Pferdeschwanz binden willst.
3 Knote das Haar zu einem lockeren Dutt und fixiere es mit einem Haargummi.
4 Ziehe leicht am Dutt, sodass er größer und voluminöser wirkt.
5 Fixiere den Messy Bun entweder mit einem zweiten Haargummi oder mit Haarnadeln.
6 Ziehe kleine Strähnchen heraus und lockere das Deckhaar, sodass die Frisur „unordentlicher“ wirkt.

Bei sehr dünnem Haar empfiehlt es sich nicht, alle Strähnen erst einmal zu einer langen „Wurst“ zu drehen und diese dann schneckenartig zu einem Dutt zu formen. Auf diese Weise verliert Deine Frisur jegliches Volumen und wirkt obendrein auch sehr streng. Ein waschechter Messy Bun darf ruhig etwas chaotisch aussehen und unkonventionell gestylt werden. Ein netter Nebeneffekt der oben beschriebenen Technik: Kein Dutt wird dem anderen gleichen und Deinem Look somit immer eine individuelle Note verleihen.

Der High Bun

High Bun
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Der High Bun ist dem Messy Bun sehr ähnlich. Er wird in der Regel jedoch ordentlicher gestylt und stets oben auf dem Kopf getragen. Damit Dir diese Frisur auch trotz dünnem Haar gelingt, empfiehlt sich ein einfaches, aber dennoch effektives Hilfsmittel: das so genannte Dutt-Kissen. Hierbei handelt es sich um ein rundes Kissen mit einem Loch in der Mitte, das an einen Donut erinnert. Die Farbe sollte stets Deiner Haarfarbe entsprechen, sodass das Duttkissen möglichst gut unter der Frisur versteckt werden kann.

➭ So funktioniert es:

1 Kämme Deine Haare gründlich durch.
2 Binde sie zu einem hohen Pferdeschwanz und achte darauf, dass die Frisur ordentlich wirkt.
3 Bändige einzelne Strähnen mit einem Kamm und erfasse alle Haare mit einem Haargummi.
4 Ziehe nun das Duttkissen über den Zopf und schiebe es bis zur Kopfhaut.
5 Verteile die Haarsträhnen so, dass sie das komplette Duttkissen bedecken.
6 Nimm ein zweites Haargummi und fixiere die Haare um das Duttkissen herum.
7 Stecke die restlichen Haare mit Haarnadeln fest, nachdem Du sie um das Duttkissen gewickelt hast.

Wenn Dir der ordentliche High Bun zu streng vorkommt, kannst Du die Frisur auch etwas lockerer gestalten – beispielsweise indem Du das Haar vorher leicht toupierst oder hinterher einzelne Strähnen herausziehst.

Styling-Tipp: Duttkissen eignen sich nicht nur für dünnes Haar, sondern können auch eingesetzt werden, wenn Deine Haare (noch) nicht lang genug für einen voluminösen Dutt sind. Nachfolgend eine Anleitung, wie Du ein Duttkissen selber machen kannst.

Der Banana Bun

Banana Bun
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Der Banana Bun gehört zu jenen Frisuren, die extrem aufwändig wirken, in Wirklichkeit aber total easy sind. Nicht nur Stars und Sternchen wissen diesen messy Look inzwischen zu schätzen. Auch als Girl next door mit dünnem Haar kannst Du hiermit eine extrem gute Figur machen.

➭ So funktioniert es:

1 Locke Deine Haare oder toupiere sie mit Kamm und Haarspray an.
2 Drehe die Haare am linken oder rechten Ohr nach innen, sodass eine „Banane“ entsteht.
3 Führe die Rolle über den Hinterkopf zur anderen Seite.
4 Forme die Haare am Hinterkopf zu einem lockeren seitlichen Dutt (ähnlich dem Messy Bun).
5 Fixiere die Frisur gut mit Haarnadeln, Spangen und reichlich Haarspray.
6 Ziehe einzelne Strähnchen heraus, um den Look voluminöser und weniger streng wirken zu lassen.

Locken

Locken dünne Haare
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Egal ob leichte Beach Waves oder üppige Wellen – Locken in all ihren Erscheinungsformen eignen sich hervorragend, um dünnem Haar mehr Pep zu verleihen. Wichtig ist, dass Du herausfindest, mit welcher Methode die Locken bei Dir am längsten halten. Während die einen auf Lockenstab oder Glätteisen schwören, greifen die anderen zu den klassischen Wicklern. Wieder andere versuchen das Plopping, eine Methode, bei der das nasse Haar mittels eines weiten T-Shirts oder Tuchs über Nacht gelockt wird.

Welche Herangehensweise auch immer Dein Favorit ist – wichtig ist, dass Deine Haare am Ende ein schönes Volumen aufweisen und nicht schon nach wenigen Stunden wieder schlapp machen. Haarspray ist auch im Fall dieser Frisur Dein bester Freund.

Der Bohemian Dutch Braid

Bohemian Dutch Braid
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Wenn es um Flechtfrisuren geht, stellen Frauen mit dünnen Haaren sehr schnell fest, dass sie lieber die Finger davon lassen sollten. Strenge Zöpfe und Flechtungen lassen das Haar häufig noch feiner aussehen und rauben ihm das letzte bisschen Volumen. Das es allerdings auch ganz anders geht, beweist der Bohemian Dutch Braid.

Der was?! Keine Sorge, wenn Du von dieser Frisur noch nie etwas gehört hast, bist Du ganz sicher nicht die einzige. Um zu verstehen, was ein Bohemian Dutch Braid ist, musst Du natürlich erst einmal wissen, was man unter einem klassischen Dutch Braid versteht.

➭ So funktioniert es:

1 Der Dutch Braid entsteht durch eine klassische Drei-Strähnen-Flechtung.
2 Du legst die Strähnen jedoch nicht übereinander, sondern untereinander.
3 Wie bei der französischen Flechtung nimmst Du jedes Mal ein bisschen mehr Haar auf.
4 Dadurch entsteht ein toller Effekt, der den Zopf sehr viel voluminöser wirken lässt.

Der Bohemian Dutch Braid ist eine Variante des Dutch Braids, der sich hervorragend für dünnes Haar eignet. Für diese Frisur führst Du die Flechtung seitlich am Kopf durch. Wenn Du alle Strähnen „verarbeitet“ hast, kannst Du den Zopf entweder klassisch runter flechten oder in eine Fischgräten-Flechtung übergehen. Wenn Du den Zopf mit einem kleinen Haargummi fixiert hast, folgt der entscheidende Schritt: Nun darf gezupft und gezwirbelt werden, was das Zeug hält. Je unordentlicher und zerzauster der Dutch Braid wirkt, desto besser. Sei allerdings vorsichtig, damit Du nicht mehr herausziehst als Du willst. Der Bohemian Dutch Braid ist dann fertig, wenn er Dir gefällt. Er darf ruhig sehr luftig und voluminös wirken – denn dann fällt es am wenigsten auf, dass Deine Haare eigentlich sehr dünn sind.

Bob oder Pixie Cut? In der Kürze liegt die Würze

Pixie Cut
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Wenn Du trotz aller Hochsteck-, Flecht- und Rollversuche unglücklich mit Deinen dünnen Haaren bist, ist es eventuell an der Zeit für andere Maßnahmen. Lange Haare wirken oftmals besonders fein, ein Kurzhaarschnitt hingegen eher „kompakt“ und solide. Es ist daher keine schlechte Idee, beispielsweise über einen trendigen Bob oder einen frechen Pixie Cut nachzudenken. In der Kürze liegt schließlich die Würze.

Natürlich erfordert ein solcher Schritt eine Extra-Portion Mut – immerhin gelten lange Haare als Inbegriff der Weiblichkeit. Aber Hand aufs Herz: Findest Du Dein dünnes Haar tatsächlich sinnlich? Auch kurze Haare können extrem sexy wirken – es kommt nur darauf an, sie richtig und mit Stolz zu präsentieren.

Übrigens: Naturblondes Haar ist besonders dünn

Nicht selten wird behauptet, dass brünette Frauen mehr Haare haben als naturblonde – und der Schopf dementsprechend besonders voll und üppig wirkt. Dem ist jedoch gar nicht so. Tatsächlich haben blonde Menschen im Durchschnitt mehr Haare als brünette. Blonde Haare sind allerdings besonders fein – und sorgen damit auch für ein dünnes Endergebnis. Noch dicker und „robuster“ als braune Haare sind schwarze.

Abschließend noch eine weitere Überraschung: Naturblonde Menschen stellen im globalen Vergleich eine echte Seltenheit dar. Sie machen gerade einmal rund 2 Prozent der Weltbevölkerung aus.

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