Messy Bun: Schritt für Schritt zur beliebten Trend-Frisur

Der Messy Bun ist mittlerweile zur Kultfrisur geworden. Was so kompliziert zu machen aussieht, ist eigentlich ganz einfach. Wie sich der Messy Bun kreieren lässt, liest du hier.

Messy Bun Anleitung
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Wenn es um Frisuren und perfekt gemachte Haare geht, denken die meisten Menschen, dass ein stundenlanges und mühevolles Styling unbedingt notwendig ist – und dies mit Hilfe diverser Elektrogeräte, Stylingprodukte und natürlich passenden Ideen. Doch wer im Alltag oder in der Freizeit gut gestylt sein möchte, ohne sich dem zeitaufwändigen Styling zu widmen, kann auch auf eine ganz bestimmte Frisur zurückgreifen, die momentan voll und ganz im Trend ist.

Der beliebte Messy Bun setzt auf eine ungestylt wirkende Optik, die mühelos erreichbar ist und trotzdem im Trend ist: Sowohl zur Schule, zur Arbeit oder in der Freizeit. Wie auch du den gut aussehenden, aber einfachen Messy Bun erzielen kannst, verraten wir dir nachfolgend.

Was zeichnet den Messy Bun überhaupt aus?

Bei einem Messy Bun handelt es sich um zusammengebundene, geknotete Haare, die nicht wie ein Pferdeschwanz tief im Nacken sitzen, sondern nahe dem Scheitel gebunden werden. Der dem Dutt ähnliche und von diesem abgeleitete Messy Bun ist allerdings alles andere als ordentlich gestylt und gemacht, wie es etwa bei einem Dutt der Fall wäre. Stattdessen sieht der Messy Bun ungestylt aus, so, als wäre er gerade ohne Spiegel und ungekämmt zusammengebunden worden. Ein paar Strähnen fallen bei dieser Art von Dutt heraus, der Dutt selbst ist nicht perfekt rund, sondern wirkt so, als würde er gleich auseinanderfallen. Weil der Messy Bun so einfach zu erzielen ist und voll im Trend liegt, setzen Trendsetter auf der ganzen Welt mehr und mehr auf die unordentliche Frisur. Der Vorteil des Messy Buns liegt unter anderem auch darin, dass er trotz der unordentlichen Optik zu vielen – unter anderem auch formellen – Looks und Outfits passt und sich daher nahezu immer tragen lässt.

Vorteile und Nachteile im Überblick

VorteileNachteile
+ lässt sich ohne viel Mühe oder Styling erzielen

+ passt zu jedem Look und Outfit

+ wirkt ungezwungen und locker

+ kein umfassendes Zubehör für das Styling notwendig, weder Stylinggeräte noch viele Produkte

+ passt zu diversen Haarlängen gut

+ liegt im Trend

+ lässt sich sehr schnell kreieren

+ wirkt frech und wild (in positivem Sinne)

+ in vielen verschiedenen Formen auch zu anderen Frisuren und Looks tragbar, beziehungsweise mit diesen kombinierbar
- bei professionellen Arbeitsstellen nicht gerne gesehen

- durch die lockere Form und Befestigung ist die Gefahr hoch, dass der Messy Bun sich löst und im Alltag erneuert werden muss

Was benötigst du für den „perfekten“ Messy Bun?

Das Gute ist, dass du für einen perfekt unordentlich wirkenden Messy Bun nicht viel Zubehör benötigst, aber auch keine umfangreichen Stylinggeräte oder –produkte. Was du in jedem Fall brauchst, sind zwei gut haltende Haargummis oder Haarbänder, sowie einige Haarnadeln. Wenn du möchtest, kannst du anstatt von Haarnadeln aber auch kleine Haarspangen oder Haarklammern verwenden, die dem Messy Bun je nach Präferenz eine ganz eigene Optik verleihen und diesen eventuell sogar spannender gestalten. Ansonsten musst du nur eine Haarbürste zum Kämmen deiner Haare verwenden können. Wenn du möchtest, kannst du den Messy Bun mit etwas Haarspray haltbarer machen, ansonsten sind Stylingprodukte wie Schaumfestiger nicht nötig.

Messy Bun kreieren

Im Grunde genommen benötigst du hierfür keinerlei Anleitung. Denn jedes Mal, wenn du deine Haare nach dem Duschen oder beim Sport zu einem lässigen, schnellen Dutt legst, erreichst du den Messy Bun ganz ohne Aufwand und Mühe in wenigen Sekunden. Natürlich möchtest du aber einen trendy Messy Bun erreichen, der gewollt unordentlich aussieht – und nicht wirkt, als wäre er in kürzester Zeit erzielt worden. Wie aber kommst du zur perfekten Messy Bun Frisur?

❖ Schritt 1: Haare gut durchkämmen

Sind die Haare verknotet, ineinander verwickelt oder gar von letzter Nacht noch mit Haarfestiger benetzt, lassen sie sich weniger leicht zähmen und zu einer Frisur drapieren. Selbst, wenn diese gewollt unordentlich wirken soll. Daher ist dieser erste Schritt mit am wichtigsten, um dir das anschließende Frisieren zu erleichtern und den Vorgang noch effizienter zu machen. So erreichst du den angesagten Messy Bun in weniger als zehn Minuten.

❖ Schritt 2: Einen Pferdeschwanz machen

Du fragst dich nun sicher, wozu dieser Schritt notwendig ist und wieso es gerade ein Pferdeschwanz sein soll, wenn du doch die unordentliche Version eines Dutts erzielen willst. Die Antwort ist jedoch ganz einfach: Ein Messy Bun entsteht aus dem Pferdeschwanz, weshalb dieser nicht tief im Nacken, sondern weit oben am Hinterkopf gut mit einem Haarband oder Haargummi fixiert werden sollte.

❖ Schritt 3: Dutt kreieren

Nun geht es daran, aus dem Pferdeschwanz erst einmal einen Dutt zu machen. Zwirble dafür alle Haare des Pferdeschwanzes in deiner Hand, sodass sie sich ineinander eindrehen und wie ein Knoten um das Haarband schlingen. Bist du am Ende der Haare angelangt, musst du das Ganze mit Haarnadeln oder Spangen fixieren. Sollen die Haarnadeln nicht sichtbar sein, steckst du sie am besten so nah wie möglich in den Ansatz des ursprünglichen Pferdeschwanzes hinein, also dort, wo sich dein Haargummi oder –band befindet. Ist dies getan, kannst du eventuell ungewollt abstehende oder herabfallende Strähnen mit weiteren Haarnadeln in den Dutt eingliedern.

❖ Schritt 4: Den Dutt unordentlich machen

Natürlich wollen wir keinen ordentlichen, strengen Dutt erzielen, den eine Ballerina tragen würde, sondern einen Messy Bun, also einen lockeren unordentlichen Dutt. Daher ist dies auch der zweitwichtigste Schritt für eine gelungene Frisur: Zupfe einzelne, möglichst dünne Strähnen des Dutts oder deiner Haare leicht nach oben und zur Seite, sodass sie sich nicht perfekt in den Dutt eingliedern, sondern eine unregelmäßige Optik hervorrufen. Wenn du möchtest, kannst Du sogar seitlich einige schmale Strähnen ganz herausziehen, damit sie dein Gesicht schmeichelnd umrahmen.

❖ Schritt 5: Für besten Halt fixieren

Damit der Messy Bun auch den ganzen Tag hält und gewollt unordentlich, aber trendy aussieht und sich nicht unbemerkt verändert oder falsch legt, kannst du diesen noch mit etwas Haarspray fixieren. Sprühe dabei aus einer Entfernung von etwa 20cm eine kleine Menge Haarspray auf die Frisur, damit sie nicht zu sehr glänzt oder gar fettig wirkt. Zu viel Haarspray macht die mühelose Optik der Frisur nämlich schnell kaputt.

Verschiedene Varianten des Messy Buns

Wenn du gerne einen Messy Bun trägst, musst du nicht jeden Tag auf diesen zählen – denn es gibt noch Abwandlungen der beliebten Frisur, die mindestens genauso leicht zu erstellen sind und ebenso mühelos ungezwungen wirken. So gibt es beispielsweise den begehrten Half Bun, der offene Haare mit dem Messy Bun kombiniert. Hierfür teilst du deine unteren Haarpartien von denen direkt an deinem Scheitel ab und kämmst sie gut durch. Die oberen Strähnen führst Du dann wie oben beschrieben zu einem Messy Bun zusammen und steckst diesen gut fest. Wenn du möchtest, kannst du die unteren Haare beispielsweise mit dem Glätteisen oder Lockenstab stylen – fertig ist die trendige Half Bun Frisur. Diese ist übrigens nicht zu chaotisch und daher auch ideal für den Arbeitsalltag geeignet.

Hier ein Beispiel:

Wenn du eine etwas schickere, aber trotzdem lockere Variante des Messy Buns wünschst, kannst Du den herkömmlichen Messy Bun etwas veredeln. Hierfür teilst du eine dünne Strähne von dem Pferdeschwanz ab, bevor du diesen zu einem Messy Bun wickelst. Diese wird nach dem Fixieren des Messy Buns um die Stelle herumgewickelt, die durch einen Haargummi oder das Haarband zusammengehalten wird. Danach steckst du die Strähne mit einer Haarnadel fest. Dadurch wirkt deine Frisur deutlich gekonnter und professioneller.

Wie z.B. hier:

Der Messy Bun – ideal für Bad Hair Days

Jeder hat mal einen Tag, an dem die Haare einfach nicht so liegen, wie sie sollen. Sie können auch leicht fettig sein, beispielsweise, wenn man keine Zeit mehr zum Waschen und Stylen hat. Wieso du auch einen Bad Hair Day erleidest, der Messy Bun rettet dich vor einem unangenehmen Tag. Das liegt daran, dass leicht fettige Haare bei einem Messy Bun nahezu gewollt wirken, als handele es sich hierbei um Haarspray. Mit ein bisschen Trockenshampoo wirken sie außerdem sofort sauber, ohne dass du die Haare in hektischer Zeit waschen musst. Strähnen, die sich nicht zähmen lassen, werden mit dem Messy Bun gut versteckt und wirken in diesem Zusammenhang sogar gewollt. So kannst du aus einem schlechten Tag mit deinen Haaren einen guten machen: Denn mit dem Messy Bun macht keiner dir den Platz als Trendsetter mehr streitig. Schnell, einfach und trendy – die ideale Frisur für jeden Tag.

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