Saftkur: Anleitung, Tipps & Wirkung der angesagten Detox-Diät

Unter einer Saftkur versteht man das Fasten mit kaltgepressten Säften über mehrere Tage. Warum das so gut ist und wie Du es richtig machst, erkläre ich Dir hier.

Saftkur
Eine Saftkur soll den gesamten Organismus in Schwung bringen – © Alexander Raths / stock.adobe.com

In den letzten Jahren hat sich das Bild vom perfekten Körper stark verändert. Während noch vor einigen Jahren lediglich durchtrainierte, schlanke Körper “schön” waren, “darf” der Körper heute kurvig sein. Denn schlank zu sein, bedeutet nicht automatisch auch glücklich und gesund zu sein. Statt einem bestimmten Körperideal hinterher zu rennen, geht es in der heutigen Zeit vielmehr darum in sich hinein zu hören und zu klären: Was brauche ich, um glücklich zu sein? Was benötigt mein Körper, um erholt, energiegeladen und fit zu sein? Und was muss ich dafür tun?

Ein aktueller Trend hat beispielsweise das Ziel, den gesamten Organismus in Schwung zu bringen und dem Körper mal eine Auszeit zu gönnen. Und das mit Hilfe von kaltgepressten Säften während einer mehrtägigen Saftkur. Wie genau diese Kur richtig durchgeführt wird und welche Vorteile sie mit sich bringt, möchte ich Dir nachfolgend etwas genauer erklären.

Was versteht man unter einer Saftkur?

Ernährungsberater, Ärzte und Vereinigungen weisen immer wieder darauf hin, dass es wichtig ist sich ausgewogen zu ernähren und viel zu trinken. So bleibt der Körper gesund und wir fühlen uns rundum wohl. So zumindest die Theorie. In der Praxis sieht es leider immer etwas anders aus. Oft bleibt einfach keine Zeit zum Kochen. Und etwas richtig gesundes im Supermarktregal zu finden, das auch noch satt macht und schnell zubereitet ist, ist auch gar nicht so einfach. Also wird wieder irgendetwas gegessen. Dem Körper fehlen dann aber mit der Zeit ein paar wichtige Stoffe.

Was kann man nun also tun, um den Körper von all den schlechten Gewohnheiten “zu entgiften” und wieder in Schwung zu bringen? Ganz einfach: Du kannst z.B. mit einer Saftkur den Grundstein für eine gesunde Lebensweise legen und prima eine Ernährungsumstellung einleiten. Denn Sinn einer Saftkur ist es den Körper von allen Ablagerungen und schädlichen Stoffen zu befreien, um so das Wohlbefinden zu steigern. Früher sprach man daher auch vom Heilfasten und später von Juice Cleanse.

Bei einer derartigen Kur ernährst Du Dich drei, fünf oder auch noch mehr Tage ausschließlich von kaltgepressten Obst- und Gemüsesäften. So kannst Du Deinen Körper wieder Schritt für Schritt an eine gesunde Ernährungsweise heranführen. Ein positiver Nebeneffekt: Du nimmst ab. Allerdings sollte der Gewichtsverlust bei einer Saftkur nicht das Ziel sein. Es geht wirklich nur darum die Ernährung gesund umzustellen. Schaffst Du das mit Hilfe der Kur nicht, hast Du das Gewicht eh ganz schnell wieder drauf. Eine Saftkur ist daher nicht gleichzusetzen mit einer Saftdiät.

Welche Vorteile hat eine Saftkur?

Schlechte Gewohnheiten bekämpfen
Eine Saftkur ist perfekt um eine Ernährungsumstellung einzuleiten – © Tijana / stock.adobe.com

Eine Saftkur bietet so einige Vorteile für den Körper. Sämtliche Schadstoffe werden zum Beispiel herausgespült und die natürlichen Reinigungskräfte des Körpers unterstützt. Zudem kann Dir eine Saftkur mehr Energie und Motivation schenken. Wer sich schlecht ernährt, ist nämlich in der Regel sehr müde und unmotiviert. Manche Menschen fühlen sich sogar dauerhaft krank.

Eine Saftkur bringt zudem alles mit, was Dein Körper benötigt. Die Säfte bestehen nämlich aus Rohkost und enthalten somit eine geballte Ladung Nährstoffe. Dadurch wird die Verdauung, das Hautbild und das Wohlbefinden im Allgemeinen deutlich verbessert. Dein Körper kann sich regenerieren und Kraft schöpfen.

Vorteile im Überblick:

  • Säfte sind leicht verdaulich
  • Schadstoffe werden ausgeschieden
  • Stoffwechsel wird angeregt
  • Verdauung kommt in Schwung
  • Körper entwässert
  • Ernährungsumstellung fällt leichter
  • mehr Energie und Motivation
  • Körper wird mit vielen wichtigen Nährstoffen versorgt
  • Hautbild verbessert sich
  • Steigerung des Wohlbefindens
  • Gewichtsreduktion

Was benötigt man für die Saftkur?

Für die Durchführung einer Saftkur benötigst Du zunächst einmal die entsprechenden Säfte. Diese kannst Du mit Hilfe eines Entsafters selber machen. Ich habe dazu unter habe-ich-selbstgemacht.de entsprechende Rezepte gefunden. Du kannst es Dir aber auch einfacher machen und die Säfte kaufen. Der Große Vorteil beim Kauf: Du musst Dich um nichts kümmern und die fertigen Säfte sind meist auch günstiger. Zudem erhältst Du im Handel oftmals eine bunte Mischung an den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Diese sorgen wiederum für Abwechslung und erleichtern Dir das Durchhalten der Saftkur ungemein.

Achte beim Kauf nur darauf, dass Du Dich für kaltgepresste Säfte ohne Zusätze entscheidest. Empfehlen kann ich Dir z.B. die Bio Säfte von I·DO. Denn sie sind 100 Prozent biologisch und vegan. Zudem wird bei der Produktion auf den Zusatz von Zucker, künstlichen Farbstoffen und Aromen verzichtet.

Außerdem wichtig: neben den Säften solltest Du am Tag zusätzlich zwei bis drei Liter Wasser trinken. Für etwas Abwechslung können aber auch ungesüßte Tees sorgen. Und solltest Du Dich mal etwas schlapp fühlen, dann kannst Du eine Gemüsebrühe trinken, um so Deinen Elektrolythaushalt ausgleichen. Diese sollte jedoch bestenfalls Bio-Qualität besitzen und wenig Jod sowie kein bzw. kaum Zucker enthalten.

Anleitung für die richtige Durchführung einer Saftkur

Entsaften
Wer einen Entsafter hat, kann die Säfte selber machen – © Maridav / stock.adobe.com

❍ Schritt 1 – Die richtige Vorbereitung:

Wichtig ist, dass Du Dich und Deinen Körper optimal auf das Fasten vorbereitest. Denn ernährst Du Dich gerade etwas ungesund, könnte Dir die Durchführung der Kur sehr schwer fallen oder sogar misslingen. Deshalb bereite Dich etwa drei Tage auf das Saftfasten vor, indem Du:

  • mehr und vor allem ausschließlich Wasser trinkst
  • auf Alkohol und Kaffee verzichtest
  • mehr Rohkost zu Dir nimmst
  • auf tierische Lebensmittel verzichtest und Dich vegan ernährst (kein/e Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte)
  • auf Brot verzichtest
  • Dich zuckerfrei ernährst

Weiterhin ist es wichtig, dass Du Dich auch mental auf die Saftkur vorbereitest. Denn oftmals ist es besser vorher zu wissen, was auf einen zukommt, statt spontan in die Saftkur zu starten. Du kannst Dir z.B. schon vorher überlegen, wie Du Dich verhältst, wenn Heißhunger aufkommt. Hast Du einen Plan, fällt Dir das Durchhalten viel leichter.

❍ Schritt 2 – Die Durchführung:

Suche Dir für die Durchführung der Saftkur ruhige Tage aus. Stress, anstrengende Aktivitäten und dergleichen solltest Du unbedingt vermeiden. Denn während der Saftkur nimmst Du weniger Kalorien zu Dir, wodurch Dein Energielevel und somit Deine körperliche Leistung sinkt. Spaziergänge und Yoga sind aber durchaus erlaubt und sogar förderlich.

Sollte Dich doch mal der Hunger überkommen, dann trinke zunächst eine Gemüsebrühe. Hilft diese nicht, darfst Du aber auch eine Banane, Nüsse oder eine Avocado essen. Sei bloß nicht zu streng mit Dir und breche die Saftkur lieber ab, wenn Du Dich dabei nicht gut fühlst.

❍ Schritt 3 – Richtiges Verhalten nach dem Fasten:

Hast Du die Saftkur erfolgreich beendet, geht es nun darum mit einer gesunden Ernährungsweise an diesen Erfolg anzuknüpfen. Kehre nicht direkt zu Deiner herkömmlichen Ernährungsweise zurück. Taste Dich vielmehr langsam an feste und vor allem gesunde Nahrung heran. Schließlich hat sich Dein Magen aufgrund des Kaloriendefizits verkleinert und die Produktion der Verdauungssäfte eingestellt. Starte deshalb am besten erst einmal mit Suppen oder Rohkost. Bekommen Dir diese Speisen gut, kannst Du langsam mit leichten, fettarmen Speisen weitermachen.

Möchtest Du Dir auch weiterhin etwas Gutes tun, könntest Du Dir z.B. Selleriesaft kaufen und jeden Tag ein Glas davon trinken. Dieser Saft versorgt Dich mit vielen wichtigen Vitaminen und Nährstoffen und sorgt dafür, dass Du Dich fit und vital fühlst. Sogar Promis wie Katie Holmes, Miranda Kerr, Pharrell Williams und Liv Tyler schwören auf das grüne Superfood.

Fazit:

Wenn Du eine Ernährungsumstellung einleiten und/oder Deinem Körper mal eine Auszeit gönnen möchtest, dann ist eine Saftkur genau das richtige für Dich. Du unterstützt damit nicht nur die natürlichen Reinigungskräfte Deines Körpers, Du wirst Dich danach auch wohler und fitter fühlen. Im Prinzip kannst Du das Saftfasten also mit dem Drücken eines Reset-Knopfes vergleichen. Du fährst Deinen Körper herunter, um danach wieder gesund und energiegeladener durchzustarten.

Mandy
Ich bin Mandy, die Initiatorin der Website Beauty-Tipps.net. Make-Up, Fashion Trends und auch Tattoos sind meine große Leidenschaft.