Faltenunterspritzung: Welche Methoden gibt es?

Im Laufe der Zeit lässt die Elastizität der Haut nach, das gehört zum natürlichen Alterungsprozess. Viele Frauen fühlen sich jedoch noch wesentlich jünger und möchten sich nicht mit den Falten abfinden.

Schönheitschirurgie Trends

Früher war ein Facelifting die einzige Möglichkeit, der Zeit ein Schnippchen zu schlagen, doch die Behandlungsmethoden wurden immer weiter entwickelt, so dass es heute auch eine Vielzahl an nicht operativen Möglichkeiten gibt. Ein Facelifting ist ein großer operativer Eingriff, der natürlich auch seine Risiken mit sich bringt.

Eine wesentlich sanftere Alternative kann die Faltenunterspritzung sein, diese Behandlung ist natürlich auch viel günstiger. Allerdings sind die Ergebnisse nicht dauerhaft, so dass man immer wieder nachspritzen muss, um das Resultat zu erhalten.

Ärzte können inzwischen verschiedene Substanzen zur Unterspritzung anbieten, die Auswahl hängt in erster Linie von den gewünschten Effekten, der Ausprägung der Falten und den Gesichtsbereich ab.

Die meisten Frauen stören sich vor allem an den Fältchen rund um die Augen, der so genannten Zornesfalte und der Nasolabialfalte.

Bei vielen Falten handelt es sich um die Resultate unserer Mimik, sie können sogar schon recht früh sichtbar werden. Mit zunehmendem Alter lässt jedoch auch die Spannung der Haut nach, so dass Falten zusätzlich begünstigt werden.

Auch übermäßige Sonnenbestrahlung und eine ungesunde Lebensweise lassen die Haut vorzeitig altern.

Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein körpereigener Stoff, ein Baustein unserer Zellen. Somit ist er optimal dafür geeignet, das Gewebe wieder aufzupolstern, zumal es sich um keinen Fremdkörper handelt, gegen den sich der Organismus wehrt. Besonders geeignet ist dieses Füllmaterial für Falten rund um den Mund, oder um hängende Hautpartien wieder etwas zu straffen.

Für die Augenpartie und Stirnfalten eignen sich dagegen anderen Methoden wesentlich besser. Mit ganz feinen Nadeln wird die Hyaluronsäure injiziert, sie hilft dem Gewebe mehr Feuchtigkeit zu binden, so dass die Haut praller wirkt.

Ein Ergebnis ist gleich nach der Behandlung sicher, es hält allerdings nur etwa sechs Monate an.

Faltenunterspritzung mit Botox

Botox ist vor allem bei den Promis sehr gefragt, dieser Stoff wird am häufigsten für die Faltenunterspritzung verwendet. Besonders geeignet ist Botox zur Reduzierung von Mimikfalten, denn es legt die Muskulatur lahm. So kommt dieses Bakteriengift in erster Linie im Bereich der Augen und der Stirn zum Einsatz.

Nach dem Unterspritzen mit sehr dünnen Nadeln entspannt sich die Muskulatur, die Haut wird geglättet. Direkt danach ist noch nichts zu sehen, das Resultat kann man erst nach einigen Tagen beurteilen. Auch die Wirkung des Botox hält etwa ein halbes Jahr an, kleinere Fältchen können komplett verschwinden, tiefere werden stark gemildert.

Faltenunterspritzung mit Eigenfett

Weniger häufig wird die Faltenunterspritzung mit körpereigenem Fett angewandt. Der behandelnde Arzt entnimmt das Fett zum Beispiel an den Beinen, dem Po oder Bauch. Besonders geeignete ist das Eigenfett zum Aufpolstern einzelner Partien oder zum Glätten von tieferen Falten, bei feinen Linien sind andere Methoden besser geeignet.

Für die Behandlung wird meistens gleich etwas mehr Fett abgesaugt, denn für ein zufriedenstellendes Resultat muss die Behandlung zwei- bis dreimal durchgeführt werden. Das Ergebnis hält unterschiedlich lange an, es hängt auch davon ab, wie dicht an der Muskulatur die Fettzellen platziert werden.

Faltenunterspritzung mit Kollagen

Kollagen ist von Natur aus in unserem Bindegewebe vorhanden, es wird nur im Laufe des Lebens immer weniger produziert. Das Kollagen für die Faltenunterspritzung stammt von Rindern, es gibt verschiedene Varianten, die sich auch in der Haltbarkeit voneinander unterscheiden.

Man kann mit Kollagen nicht nur kleine Fältchen sondern auch tiefe Falten behandeln, es wird neben Hyaluronsäure am häufigsten eingesetzt. Auch das Kollagen wird nach einigen Monaten komplett vom Organismus abgebaut, die ambulante Behandlung ist jedoch äußerst risikoarm und dauert gerade einmal etwa 30 Minuten.

Faltenunterspritzung mit Polymilchsäure

Zu den neueren Materialien für die Faltenunterspritzung gehört die so genannte Polymilchsäure, die der körpereigenen Milchsäure ähnelt, jedoch synthetisch hergestellt wird. Man kann mit diesem Füllstoff eingefallene Partien wieder aufpolstern und tiefe Falten mildern.

Die Haut wird durch die Anwendung nicht nur praller, sondern es wird auch die Bildung von natürlichem Kollagen angeregt. Auch bei diesem Material sind mehrere Sitzungen notwendig, ein endgültiges Resultat sieht man auch erst nach einigen Wochen, dafür hält es durchaus auch länger als ein Jahr.

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