Kopfhaut-Peeling selber machen – 3 Rezepte mit Anleitung

Um ein gesünderes Haarwachstum zu ermöglichen, ist der Einsatz eines Kopfhaut-Peelings sinnvoll. Wir erläutern, warum das so ist und geben Rezepte zum Selbermachen an die Hand.

Kopfhaut-Peeling selber machen
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Wie im Gesicht auch, schält sich etwa alle 28 Tage die Haut, womit auch die Ablösung alter Hautschuppen einhergeht. Dazu kommt es nicht nur im Gesicht, sondern am ganzen Körper. Werden die alten Hautschuppen nicht rechtzeitig entfernt, entwickelt sich eine dickere Hornschicht, durch welche die Haut dazu neigt, Entzündungen zu entwickeln oder reguläre Funktionen einzustellen. Auf dem Kopf dient das Hautpeeling daher dazu um:

  • abgestorbene Hautzellen zu entfernen
  • die Kopfhaut zu reinigen
  • eine Stimulation der Haarwurzeln zu ermöglichen, um Haare besser nachwachsen zu lassen

Mit der Anwendung des Peelings wird außerdem eine reguläre Pflege verfolgt, um die Verbesserung der Hautsituation zu schaffen. Gleichzeitig werden Rückstände von Pflegeprodukten oder andere Partikel entfernt.

Dann ist ein Kopfhaut-Peeling sinnvoll

Nicht jeder sollte ein Kopfhaut-Peeling machen. Manche Probleme lassen sich mit ihm beispielsweise nicht unterbinden, sondern sogar verschlimmern. In erster Linie wird es deshalb besonders jenen empfohlen, die unter einer fettigen Kopfhaut und somit unter fettigen Haaren leiden oder die öfter spezielle Pflegeprodukte wie Trockenshampoo verwenden. Jedoch spielen ebenso andere Kriterien eine Rolle, wenn es darum geht, ob eine Anwendung sinnvoll ist oder nicht. Besondere Vorsicht ist z.B. in diesen Fällen geboten:

✗ Schuppen:

In den meisten Fällen gibt es für Schuppen eine Ursache, an der ein Peeling nichts ändern kann. Ist die Kopfhaut beispielsweise sehr trocken, trägt das Peeling die überschüssigen Schuppen zwar ab, führt aber dazu, dass die Haut noch trockener wird.

✗ Haarausfall:

Haarausfall ist meist genetisch bedingt. Zwar werden durch das Peeling die Haarwurzeln zu einem gesünderen Haarwuchs angeregt, ein stärkeres Haarwachstum ist jedoch nicht zu erwarten.

✗ Pickel auf der Kopfhaut:

Sie können sich unter Umständen durch das Peeling verschlimmern, da es die Haut weiter reizt.

Insgesamt ist es jedoch nicht auszuschließen, dass ein Kopfhaut-Peeling auf die genannten Probleme auch einen positiven Einfluss haben kann.

Rezepte für ein selbstgemachtes Kopfhaut-Peeling

Kopfhaut-Peeling Rezepte
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❶ Olivenöl und Meersalz:

Zutaten:

  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL gemahlenes Meersalz
  • auf Wunsch ein paar Tropfen ätherisches Öl

Das ätherische Öl dient vor allem dazu, einen angenehmen Geruch zu erzeugen. Daher werden hierfür häufig Lavendelöl oder Pfefferminzöl genutzt. Alternativ kann auch Teebaumöl eingesetzt werden, welches zusätzlich eine antientzündliche Wirkung auf die Kopfhaut hat. Werden bei der Zubereitung ätherische Öle verwendet, ist es jedoch sehr wichtig, dass das Peeling während der Behandlung nicht in die Augen gelangt.

Zubereitung & Anwendung:

Sämtliche Zutaten werden zunächst miteinander vermischt und anschließend auf die nasse Kopfhaut aufgetragen. Bei langen Haaren lohnt es sich, die Strähnen im Einzelnen anzuheben und das Peeling dann aufzutragen. Die Kopfhaut wird nun für ein paar Minuten mit dem Peeling behandelt. Massiere es einfach mit kreisenden Bewegungen sanft ein. Zum Schluss wird es mit warmem Wasser wieder ausgespült. Die Haare solltest Du dann am besten an der Luft trocknen lassen.

❷ Aloe Vera Peeling mit Zucker:

Zutaten:

  • brauner oder weißer Zucker
  • Aloe Vera Gel
  • auf Wunsch 2,5 TL Mandelöl

Zubereitung & Anwendung:

Bei der Zubereitung ist es wichtig, dass das Aloe Vera Gel keinesfalls die Menge überschreitet, die für eine einmalige Anwendung erforderlich ist. Hierbei kannst Du Dich an der Menge orientieren, die beim Einsatz eines gewöhnlichen Shampoos verwendet wird. Hinzu kommt dann etwas Zucker. Die Masse sollte am Ende relativ körnig sein.

Für die Behandlung wird das Shampoo in die Haare eingearbeitet und die Kopfhaut damit massiert. Hat sich der Zucker aufgelöst, wird es einfach wieder ausgewaschen.

❸ Kopfhaut-Peeling mit Lavaerde:

Zutaten:

  • 3 EL Lavaerde
  • 6 EL kochendes Wasser

Zubereitung & Anwendung:

Beide Zutaten kommen in eine Schüssel und werden gut miteinander vermischt, so dass eine sämige Struktur entsteht. Wichtig ist, dass es nicht zu breiig wird, es sollte sich gut im Haar verteilen lassen. Die Einwirkzeit fällt bei diesem Peeling relativ kurz aus und sollte keinesfalls trocknen, da sie sich dann nicht mehr so einfach auswaschen lässt.

Dieses Peeling eignet sich übrigens vor allem für kurze Haare, da es sich hier schneller verarbeiten und wieder auswaschen lässt.

Wie oft sollte man ein Kopfhaut-Peeling anwenden?

Wie auch im Gesicht, sollte das Kopfhaut-Peeling nicht zu oft eingesetzt werden, um die Haut nicht zu stark zu strapazieren. Um ihr eine genügende Zeit zur Regeneration einzuräumen, ist es empfehlenswert, das Kopfhaut-Peeling etwa einmal pro Woche anzuwenden. In manchen Fällen genügt auch die einmalige Anwendung pro Monat.

Übrigens:
Um den Effekt zu verstärken, kannst Du nach dem Einmassieren die Haare mit Frischhaltefolie umwickeln. Nach dem Auswaschen ist es zudem sinnvoll, eine Haarmaske oder eine Haarspülung einzusetzen, um die Haare geschmeidig zu machen.