Dunkle Haare blondieren – Anleitung und Tipps für ein perfektes Blond

Dunkle Haare zu blondieren, hat schon einige Tücken. Wer es selber machen möchte, sollte sich vorher gut informieren und keine Wunder erwarten.

dunkle Haare blondieren
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Helle Haare dunkler färben? Überhaupt kein Problem! Doch wie verhält es sich „anders herum“, also wenn dunkle Haare aufgehellt oder sogar blondiert werden sollen? Klarer Fall: Hierbei handelt es sich um eine mittelschwere Herausforderung, an die sich nur die Mutigsten wagen. Es sei an dieser Stelle jedoch gleich gesagt: Dunkle Haare blondieren ist kein Ding der Unmöglichkeit – wenn man denn weiß, wie es geht und die richtigen Produkte verwendet. Wenn Du wissen willst, wie auch Du Deine Haare aufhellen kannst, solltest Du jetzt unbedingt weiterlesen.

Diese Gefahren lauern beim Blondieren dunkler Haare

Ehe Du Dich in das Abenteuer „Haare blondieren“ stürzt, solltest Du Dir im Klaren darüber sein, dass es sich hierbei um keinen Spaziergang handelt. Viele, die es bereits (mehrmals) versucht haben, sind kläglich gescheitert und haben danach enttäuscht einen Termin beim Friseur ausgemacht.

Das wohl größte Problem beim Blondieren dunkler Haare ist, dass die Haare nicht die Farbe annehmen, die Du gern haben möchtest. Jeder kennt diese Färbe-Unfälle, bei denen die betroffene Person plötzlich gelbe, grüne oder lila Haare hat und sich nur noch mit einer Mütze vor die Tür traut.

Eine andere Herausforderung ist, dass Deine Haare durch das Färben und insbesondere durch das Bleichen (mehr dazu weiter unten) stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Gönne Ihnen daher nach der Blondierung unbedingt eine Extraportion Pflege und überlege es Dir immer gut, wann es an der Zeit fürs Nachfärben ist. Je öfter Du Deine Haare blondierst, desto größer kann der Schaden werden.

» Hinweis: Wenn Deine Haare sowieso sehr anfällig sind und/oder Du wenig bis gar keine Erfahrung mit dem Blondieren hast, dann solltest Du lieber auf das Können der Profis setzen. Du tust Dir selbst keinen Gefallen, wenn Du Deine Haare auf eigene Faust färbst und diese am Ende irreparable Schäden davontragen.

Gut zu wissen ist auch, dass vor allem Haare, die bereits mehrfach gefärbt wurden, zu diversen Pannen neigen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Farbpigmente sich in den Haaren befinden, desto schlauer ist es, sich vom Friseur in eine Blondine verwandeln zu lassen. Hast Du hingegen noch Deine Naturhaarfarbe, kann auch der Versuch zu Hause durchaus von Erfolg gekrönt sein.

Viele Wege führen nach Rom – und zur blonden Mähne

Du willst trotz der gerade beschriebenen Gefahren unbedingt blonde Haare? Dann solltest Du als nächstes wissen, dass es nicht „die eine“ Technik für das Blondieren dunkler Haare gibt. Sowohl beim Friseur als auch in Eigenregie hast Du die Wahl zwischen mehreren Methoden, die alle unterschiedlich viel Zeit und Geld verlangen.

Haare blondieren mit Bleichmittel

Die wohl bekannteste Technik, um dunkle Haare zu blondieren, ist die Verwendung eines Bleichmittels. Dieses entzieht den Haaren seine Pigmente und lässt sie dadurch extrem hell werden. Im zweiten Schritt wird dann eine blonde Coloration aufgetragen, die Deine Haare entweder silbrig-kühl oder goldig-warm wirken lässt. Auch ein farbiges Finish – beispielsweise in einem pastelligen Rosa oder einem zarten Blau – ist durchaus möglich und im Moment auch total angesagt (#unicornhair).


» Wichtig: Diese Färbe-Methode in zwei Schritten kann mitunter ziemlich strapaziös für Deine Haare sein. Gönne ihnen dazwischen also lieber etwas Ruhe und weite den Prozess auf zwei Tage aus. Das gilt vor allem dann, wenn Wasserstoffperoxid im Spiel ist.

Haare blondieren mit Strähnchentechnik

Wenn Du Deine Haare noch mehr schonen willst, ist vermutlich die Strähnchentechnik die richtige Wahl für Dich. Hierbei wird nicht das ganze Haar blondiert, sondern lediglich einzelne Strähnen. Das Ergebnis wirkt – wenn die Technik sauber angewendet wurde – dennoch extrem aufhellend und wird Dir einen völlig neuen Look verleihen.

Blond ist nicht gleich Blond

Eine der wohl größten Herausforderungen auf dem Weg von Braun zu Blond ist das Treffen des richtigen Tons. Bittet man zehn Blondinen, sich in einer Reihe aufzustellen, dann wird man zehn verschiedene Blondtöne sehen. Gerade dann, wenn Du ganz genau Vorstellungen vom Resultat Deiner Blondierung hast, wird es sehr schwer, die richtige Facette zu treffen. Die Gefahr, dass das Blond entweder zu warm oder zu kühl ist, ist ausgesprochen groß. Wenn Du also nichts dem Zufall überlassen und ein ganz bestimmtes Blond haben willst, dann wende Dich besser an den Friseursalon Deines Vertrauens.

Spannend ist es außerdem, mit verschiedenen Haarfarben zu spielen. Wenn Dir der klassische Strähnchen-Look zu langweilig ist, kannst Du Dich vielleicht mit einer modernen Balayage anfreunden. Hierunter versteht man einen Farbverlauf von dunklem zu hellem Haar, der vor allem bei einer seidig-langen Mähne hervorragend zur Geltung kommt.


» Tipp: Die Balayage-Technik sieht nicht nur umwerfend aus, sondern ist auch praktisch. Sie verhindert nämlich, dass Du Deine Haare alle paar Wochen nachfärben musst, weil der Ansatz schon wieder zu breit wird.

So pflegst Du Deine blonden Haare richtig

Wurde schließlich das Ergebnis erzielt, dass Du erreichen wolltest, besteht erst einmal Grund zur Freude. Das Schwierigste liegt nämlich hinter Dir. Doch auch nach dem Blondieren benötigen Deine Haare sehr viel Aufmerksamkeit, wenn Du willst, dass Sie dauerhaft strahlen und nicht strohig wirken. Vor allem blondes Haar benötigt sehr viel Pflege und ist extrem anspruchsvoll. Wenn Du zuvor dunkle Haare gehabt hast, wirst Du Dich also auf eine große Umstellung gefasst machen müssen.

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Deine Haare viel Feuchtigkeit bekommen. Gönne Ihnen also direkt nach der Blondierung und auch hinterher in regelmäßigen Abständen eine nährende Kur. Wenn Du auf natürliche Kosmetik stehst, kannst Du Deine Haare auch mit reichhaltigen Ölen – beispielsweise Olivenöl, Kokosöl und Jojobaöl – verwöhnen.

» Tipp: Massiere eine große Portion Öl kurz vor dem Schlafen in Deine Haare und wickele Sie anschließend in ein Handtuch ein. Am nächsten Morgen kannst Du sie dann wie gewohnt waschen.

Wenn Du Deine Haare kurz vor dem Sommer blondierst (an sich eine gute Idee, da sie Dir mit Sicherheit einen frischen Look verleihen werden), musst Du sie unbedingt vor Sonne, Chlor- und Salzwasser schützen. Trage am Strand also am besten immer einen Hut und binde die Haare hoch, ehe Du Dich ins kühle Nass begibst. Falls möglich, solltest Du Deine Haare außerdem weitestgehend vor Hitze schützen. Verwende Fön, Lockenstab und Glätteisen also am besten nur, wenn es auch wirklich nötig ist und greife zusätzlich zu speziellen Hitzeschutz-Produkten, die Deine Haare vor dem „Hitzetod“ retten.

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