Haare färben in der Schwangerschaft: Gefährlich oder erlaubt?

Wenn es um das Haare färben in der Schwangerschaft geht, sind viele Frauen verunsichert. Wir klären hier darüber auf und verraten Dir, welche Alternativen es zum Färben gibt.

Haare färben in der Schwangerschaft
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In der Schwangerschaft kommt häufig Unsicherheit darüber auf, ob die Haare auch dann gefärbt werden dürfen. Werdende Mütter, die normalerweise ihre Haare in regelmäßigen Abständen färben, stellen sich die Frage, ob die Chemikalien dem Ungeborenen schaden können.

Welche Risiken gibt es beim Haare färben in der Schwangerschaft?

Es gibt einige Untersuchungen zur Bedenklichkeit von chemischen Haarfärbemitteln in der Schwangerschaft. Diese Untersuchungen wurden beispielsweise in Bezug auf schwangere Friseurinnen durchgeführt, um auszuschließen, dass sie sich und das Ungeborene einem Risiko aussetzen. Ergebnisse zeigen, dass die Bedenklichkeit überschaubar ist, Risiken aber dennoch möglich sind.

Hinweise auf eine Bedenklichkeit gibt es vor allem in Bezug auf Oxidationshaarfarben, die beispielsweise PPD enthalten. Hierbei handelt es sich um P-Phenylendiamine. Normalerweise werden Produkte auf dem deutschen Markt nur zu einem geringen Anteil mit diesen Stoffen versehen. Wer sich dazu entscheidet, Produkte aus dem Ausland zu kaufen, läuft jedoch Gefahr, eine zu große Menge aufzunehmen. Diese kann sich schädigend auf das Erbmaterial auswirken.

Geht die Chemie aus dem Haarfärbemittel in den Körper über?

Diese Frage wurde auch schon in verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen überprüft, wie beispielsweise vom BfR-Symposium im Jahr 2009. Damals wurde der Fokus auf die Frage gelegt, ob das Risiko für Krebs und Allergien erhöht wird, wenn Frauen oder Männer die Haare färben. Einheitliche Ergebnisse konnten nicht erzielt werden. Aus diesem Grund wird häufig empfohlen, möglichst ganz darauf zu verzichten, in der Schwangerschaft die Haare zu färben. Ebenfalls häufig zu lesen ist die Information, dass Frauen mit dem Färben das erste und zweite Trimester abwarten sollten.

Die Frage, ob die Chemikalien über die Kopfhaut in den mütterlichen Blutkreislauf gehen, ist daher nicht so einfach zu beantworten. Ebenso gibt es keine verlässlichen Untersuchungsergebnisse darüber, ob es einen Einfluss auf die kindliche Entwicklung geben kann.

Mögliche Alternativen für eine schöne Haarfarbe in der Schwangerschaft

Wer sich dafür entscheidet, die Haare in der Schwangerschaft lieber nicht zu färben, auf eine schöne Haarfarbe aber nicht verzichten möchte, der kann sich auf die Suche nach Alternativen machen. So besteht die Möglichkeit, mit Naturhaarfarben zu arbeiten. Du kannst beispielsweise Deine Haare mit Henna färben. Doch auch in diesen Haarfarben können chemische Stoffe zu finden sein. Daher ist es wichtig darauf zu achten, woher die Haarfarbe stammt sowie einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen.

Interessant: In Henna ist Lawson vorhanden. Dieses Pigment sorgt dafür, dass die Naturhaarfarbe die bekannte Färbung in einem rötlichen Ton hat. Es gab vor einigen Jahren die Hinweise darauf, dass dieses Pigment möglicherweise für Schädigungen im Erbgut verantwortlich sein könnte. Untersuchungen konnten dies jedoch nicht bestätigen.

Eine weitere Alternative sind die sogenannten Färbeshampoos. Diese enthalten einen geringen Anteil an natürlichen Farbstoffen. Die Farbstoffe werden beispielsweise gewonnen aus Kamille, Kastanie oder auch Walnuss. Die färbende Wirkung ist natürlich nicht so hoch, wie bei einer chemischen Färbung. Allerdings können sie in der Schwangerschaft dafür sorgen, dass der Übergang am Ansatz nicht ganz so stark auffällt.

Strähnchen statt komplette Färbung

Ebenfalls eine sehr gute Möglichkeit ist es, sich beim Friseur nur Strähnen machen zu lassen. Diese haben den Vorteil, dass die Farbe nicht direkt auf den Ansatz gegeben wird. Dadurch verringert sich die Wahrscheinlichkeit der Aufnahme von Chemikalien über die Kopfhaut. Durch den Einsatz von Strähnen ist der Friseur in der Lage, den Ansatz zu kaschieren und eine stimmige Haarfarbe zu erzielen.

Gut zu wissen:
Die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft wirkt sich unter anderem auch auf die Haarstruktur aus. Daher kann es passieren, dass bisher gut angenommene Haarfärbeprodukte nicht mehr dasselbe Ergebnis erzielen. Eine direkte Beratung beim Friseur kann daher unerwünschte Ergebnisse verhindern, da professionelle Friseure wissen, welche Möglichkeiten es zum Färben in der Schwangerschaft tatsächlich gibt.

Tricks, um den Haaransatz zu kaschieren

Wenn Du Dich dazu entscheiden solltest, Deine Haare nicht zu färben, dann kannst Du ein paar Tricks anwenden, um Deinen Haaransatz zu kaschieren. Beispielsweise kannst Du:

Bei der letzten Variante musst Du Dich vielleicht etwas durchprobieren, um den perfekten Ton für Deine Haarfarbe zu finden.

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