Fettiger Ansatz, trockene Spitzen: 5 Hausmittel gegen Mischhaar

Fettiger Haaransatz und trockene Spitzen – viele von uns kennen dieses Problem. Ich zeige Dir wie Du Dein Mischhhaar einfach pflegen kannst,

Mischhaar
Mit der richtigen Pflege bekommen Sie auch Mischhaar in den Griff – © paultarasenko / stock.adobe.com

Mischhaar ist für viele Frauen und Männer sehr ärgerlich. Am Abend erst wurden die Haare gewaschen und am Morgen ist der Ansatz schon wieder platt und fettig. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten dieses Problem zu beheben, doch mit Hausmitteln ist man hier am besten beraten.

Woher kommt der fettige Ansatz?

Gerade Frauen mit langen Haaren können ein Lied davon singen, wie lästig es ist, wenn die am Abend frisch gewaschenen Haare, morgens schon wieder einen fettigen Ansatz haben. Für ein aufwendiges Styling oder das Waschen der Haare fehlt vielleicht sogar am Morgen die Zeit. Doch warum fettet der Ansatz so schnell nach und vor allen Dingen, wie pflegt man die Haare, damit die Spitzen keinen Schaden nehmen?

Das Hauptproblem liegt hier beim Mischhaar, denn die Längen der Haare, speziell die Spitzen, neigen eher zu Trockenheit. Durch das häufige oder tägliche Waschen trocknen die Spitzen nur noch mehr aus. Die Folge sind Spliss und Haare, die struppig und glanzlos aussehen. Der Haaransatz dagegen, speziell die Kopfhaut, ist dagegen fettig.

Meist liegt das an den Hormonen, aber auch an Stress, der falschen Ernährung, Umwelteinflüssen oder einfach falscher Pflege. Die Kopfhaut produziert mehr Talg, als sein müsste und so wird der Haaransatz auch ganz schnell wieder fettig. Eine gute Nachricht gibt es aber, denn meist hört das Problem mit den Wechseljahren auf und ist in der Pubertät am schlimmsten.

5 Hausmittel, die hilfreich sind

Hausmittel waren schon immer beliebt und kommen nie aus der Mode. Sie kosten in der Regel auch nicht annähernd so viel, wie Kosmetikprodukte und sind besser verträglich. Es ist nicht nötig, das Badezimmer mit vielen Kosmetikprodukten zu füllen, wenn die besten Hausmittel in der Küche stehen und ohnehin gekauft werden.

Mehl als Trockenshampoo

Die schnelle Hilfe am Morgen ist meist das Trockenshampoo. Es saugt den Fettüberschuss auf und macht die Haare griffiger. Bei dunkeln Haaren besteht hier aber oft das Problem, dass sich das Trockenshampoo wie ein Grauschleier über die Haare legt. Selbst bei gutem Ausbürsten ist der Glanz der Haare weg.

Mehl ist hier ein sehr gutes Hausmittel und auch wesentlich günstiger als Trockenshampoo. Es trocknet auch die Spitzen nicht unnötig aus.

So einfach ist die Anwendung:

  • Einen Esslöffel Mehl am Haaransatz verteilen und mit den Fingern leicht einklopfen.
  • Die Mehlreste einfach mit einem Haartrockner aus dem Haar blasen und die Haare bürsten.
  • Da auch Mehl einen Grauschleier auf dunklem Haar hinterlässt, gibt es hier die Möglichkeit, rohes Kakaopulver zu verwenden. Dieses wird wie das Mehl verwendet und spendet auch noch einen tollen Duft.

» Tipp: Da Mehl auch Flecken auf der Kleidung hinterlässt, ist es ratsam, die Anwendung in unbekleidetem Zustand durchzuführen.

Teespülung spendet seidiges Haar

Damit die Haare nicht so struppig wirken, verwenden viele Menschen eine Haarspülung. Doch diese beschwert die Haare oftmals und sorgt meist auch noch dafür, dass der Ansatz nur noch fettiger wird. Eine Tasse Tee ist hier das bessere Hausmittel.

Er wirkt auf die Kopfhaut beruhigend, reduziert die Talgproduktion und pflegt Mischhaar ideal. Grundsätzlich sollte der Tee bereits kühl sein, damit die Kopfhaut keine Verbrennungen davon trägt.

  • Kamillentee oder schwarzen Tee aufbrühen und 5 Minuten ziehen lassen.
  • Nach dem Abkühlen des Tees diesen in das nasse Haar einmassieren und 15 Minuten einwirken lassen.
  • Nach der Einwirkzeit die Haare mit lauwarmem Wasser spülen.

» Tipp: Wer gleich eine Tasse Tee zubereitet und nicht so viel benötigt, kann den Rest auch einfach in einer Flasche für die nächste Haarwäsche aufbewahren.

Olivenöl für die trockenen Spitzen

trockene Spitzen
Olivenöl pflegt trockene Spitzen – © zigres / stock.adobe.com

Die trockenen Haarspitzen benötigen eine Portion Pflege, damit die Haare nicht abbrechen. Hierfür gibt es ein ganz einfaches Mittel, das in fast jedem Haushalt zu finden ist – Olivenöl.

  • Ein paar Tropfen in die trockenen Spitzen über Nacht einmassieren und am nächsten Morgen mit einem Babyshampoo auswaschen.
  • Alternativ kann auch Kokosöl verwendet werden.
  • Auf keinen Fall das Öl auf die Kopfhaut oder den Haaransatz auftragen, denn dann wird die Kopfhaut noch fettiger.

Kopfhaut braucht Ruhe

Kämmen, massieren oder ständig in den Haaransatz fassen, reizt die Kopfhaut unnötig und regt sie an, mehr Talg zu produzieren. Durch diese ganzen Interaktionen wird sie besser durchblutet und diese Durchblutung steigert die Talgproduktion.

Aus diesem Grund gilt:

  • Hitze vom Haartrockner möglichst vermeiden
  • keine Kopfmassage
  • nur so viel Kämmen, wie nötig
  • Finger raus aus den Haaren

Leider ist auch Stress nicht gut für die Kopfhaut. Wer gestresst ist, hat oftmals auch fettige Ansätze oder eine juckende Kopfhaut. Deshalb auf Entspannung setzen, damit die Kopfhaut auch zur Ruhe kommt.

Die Ernährung machts

Der Tipp, sich gesund und gut zu ernähren, kommt nicht ohne Grund. Tatsächlich profitiert man hier auch in Sachen Schönheit davon. Gerade zuckerhaltige Lebensmittel und auch Getränke können die Talgproduktion hochfahren. Viel Wasser dagegen ist essenziell notwendig für den Körper und auch gesund.

Wer auf Beautyfood wie

  • Nüsse
  • Avocado
  • Brokkoli
  • Lachs

setzt, liegt genau richtig. Sie schmecken gut und man kann es auch von außen sehen.

Wie oft sollte man die Haare waschen?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Manche raten dazu, eine Woche lang die Haarwäsche auszusetzen, damit die Haare ausfetten, andere sagen, eine tägliche Wäsche ist nicht schlimm. Grundsätzlich hängt es aber auch von der Person selbst ab, wie sie sich wohl fühlt.

Wer sich die Haare täglich waschen möchte, kann das machen, sollte aber auf milde Shampoos wie pH-neutral oder Babyshampoo setzen. Gerade die ganzen Produkte gegen fettige Haare oder Schuppen und Co. Reizen die ohnehin gestresste Kopfhaut nur noch mehr. Die Folge ist eine noch höhere Talgproduktion.

Im Idealfall lässt man die Haare auch einfach an der Luft trocknen und verzichtet möglichst auf Stylinggeräte wie Lockenstab und Glätteisen. Die Hitze trocknet nämlich nicht nur die Haarspitzen noch mehr aus, die stresst auch die Kopfhaut. Das Gleiche gilt natürlich für Friseurbesuche. Lieber nicht alle vier Wochen zum Friseur laufen, da dieser schon alleine durch das ständige Kämmen, die Kopfhaut sehr reizt.

Bad Hair Days überstehen

Egal ob Mann oder Frau, einen Bad Hair Day hat jeder einmal und das ist auch nicht schlimm. Mit Kopfbedeckungen wie Hüten, Mützen oder Tüchern und schönen Hochsteckfrisuren lassen sich auch diese Tage überstehen und niemand ahnt, wie die Haare gerade aussehen.