Wasserwellen-Frisur stylen: So gelingt Dir der 20er-Jahre-Look

Mit Wasserwellen aussehen wie eine Diva der 1920er Jahre. Wir zeigen dir, wie der Look funktioniert und du deine eigenen Wasserlocken zauberst.

Wasserwellen Frisur stylen
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Klassisch, sexy und immer auch umgeben von einem Hauch Nostalgie. Wasserwellen gehören zweifelsfrei zu den Frisuren-Trends, die niemals aus der Mode kommen. „Geboren“ in den 1920er Jahren werden die sanften Haarwellen nun schon seit rund 100 Jahren gestylt! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Hier erfährst du, wie du die Frisur mit wenigen Handgriffen nachmachen und perfekt in deinen Look integrieren kannst.

Was sind Wasserwellen-Locken?

Falls dir der Wasserwellen-Style bisher entgangen ist, soll er an dieser Stelle noch einmal kurz erklärt werden. Die Frisur, die ihre Ursprünge wie schon erwähnt in den 1920er Jahren hat, zeichnet sich durch besonders gleichmäßige Locken aus. Diese erinnern stark an Wasserwellen, was wiederum eindeutig erklärt, warum die Frisur so heißt, wie sie heißt.

Ein weiteres Merkmal dieses Styles ist, dass die Locken beziehungsweise Wellen vor allem in der vorderen Haarpartie gelegt werden. Das Ergebnis ist ein besonders glamouröser und auch extravaganter Look, der nach einem großen Auftritt verlangt.

Wie mache ich mir Wasserwellen-Locken?


Wenn du den Wasserwellen-Look ausprobieren willst, kannst du mehrere Styling-Varianten testen. Die wohl einfachste und auch schnellste funktioniert mit einem Lockenstab. Lass Dir an dieser Stelle allerdings gesagt sein, dass das Ergebnis nicht immer so überzeugt wie der klassische Weg.

So funktionieren Wasserwellen mit dem Lockenstab

1. Nimm eine Strähne und lege Sie über den Lockenstab – wichtig: Nicht wie gewohnt eindrehen, sondern darauf liegen lassen.
2. Drücke den unteren Teil der Haare mit einem Kamm gegen deinen Kopf.
3. Warte einen Moment und entferne den Stab dann wieder.
4. Setze ein paar Zentimeter weiter unten wieder an und wiederhole den Vorgang bis die komplette Strähne gewellt ist.
5. Nimm nun die nächste Strähne und beginne von Neuem – wichtig: Die Welle muss immer auf gleicher Höhe sein.

Wenn du ein wenig übst und deine Technik nach und nach verfeinerst, wirst du irgendwann ein Ergebnis erhalten, dass den klassischen Wasserwellen schon sehr nahe kommt.

Wasserwellen-Frisur wie im Original stylen

1. Knete ordentlich Schaumfestiger in deine handtuchtrockenen Haare.
2. Ziehe einen tiefen Seitenscheitel.
3. Nimm nun einen Kamm und ziehe die vordere Haarpartie leicht nach vorn.
4. Fixiere Sie an der Stelle mit einer Haarspange und kämme sie anschließend vorsichtig nach hinten.
5. Fixiere die Partie wieder mit einer Spange oder Haarnadel.
6. Wiederhole den Vorgang so oft wie gewünscht.
7. Lass die Haare trocknen und entferne dann vorsichtig alle Haarspangen.
8. Fixiere das Ergebnis mit Haarspray, damit die Haare möglichst lang ihre wellenförmige Form behalten.

Wichtig: Beim Styling von Wasserwellen ist Fingerspitzengefühl gefragt. Die Frisur wirkt dann am tollsten, wenn die Wellen möglichst gleichmäßig geschwungen und akkurat gelegt sind. Lass dir also ruhig etwas mehr Zeit und achte darauf, dass jedes Haar dort liegt, wo es hingehört. Sind sie erst einmal wieder trocken, lässt sich am Ergebnis kaum etwas ändern. Dann hilft nur noch: Wieder nass machen und noch einmal von vorn beginnen.

Videoanleitung: Wasserwellen mit den Fingern formen

Styling-Möglichkeiten für Wasserwellen-Locken

Das Tolle an den Wasserwellen ist, dass du hierfür keine ellenlangen Haare haben musst. Die Frauen, die die Wasserwellen in den 1920er Jahren erfunden haben, trauten sich erstmals an Kurzhaarschnitte. Dies war die Geburtsstunde des Bobs, den die selbstbewussten Damen gekonnt mit Wasserwellen aufpeppten. Der daraus entstandene Haar-Look ist damals wie heute ein absoluter Hingucker, der Weiblichkeit und Selbstbewusstsein ausstrahlt.

Doch auch mit längeren Haaren kannst du selbstverständlich tolle Wasserwellen-Stylings zaubern. Egal ob vollständig gelockt, hochgesteckt oder zum Pferdeschwanz gebunden – der Kreativität sind wie immer keine Grenzen gesetzt.

Besonders edel wirkt die Frisur, wenn du die vordere Partie deiner Haare in Wasserwellen legst und den Rest als tiefen Knoten oder Banana Bun im Nacken feststeckst. Noch ein bisschen femininer wird der Look, wenn du die vorderste (gewellte) Strähne nicht mit feststeckst, sondern locker ins Gesicht fallen lässt. So gestylt könntest Du glattweg als Hollywood-Ikone durchgehen.

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  • Das perfekte Outfit zur Wasserwellen-Frisur

    Natürlich sind die Wasserwellen kein alltäglicher Style, den man an der Uni oder im Büro trägt. Es handelt sich hierbei um eine Frisur für besondere Anlässe. Dementsprechend außergewöhnlich sollte auch das Outfit sein, mit dem du deine Wasserwellen in Szene setzt. Hier findest Du ein paar Inspirationen:

    • Abendkleid:
      Kombiniert zur Abendrobe machen die klassischen Wasserwellen noch immer die beste Figur. Egal ob lang oder kurz, schwarz oder farbenfroh – zum Kleid sieht die 20er Jahre-Frisur einfach traumhaft aus.
    • Marlenehose:
      Warum nicht einen 20er-Trend mit einem 20er-Trend kombinieren? In den 1920ern trugen Frauen nicht nur erstmals die Haare kurz, sie brachten auch den Mut auf, endlich Hosen zu tragen. Dass das ziemlich chic ausgesehen haben muss, beweist noch heute die Marlenehose. Dieser Hingucker verträgt sich allein schon aus historischen Gründen hervorragend mit den Wasserwellen.
    • Tube-Top: Wenn du dich auch im Alltag gern mal etwas spezieller stylst und die Wasserwellen nicht nur zur großen Robe kombinieren willst, dann empfehlen wir dir ein schlichtes Tube-Top. Schulterfreie Oberteile erinnern an die Mode-Einflüsse der 50er und können ebenfalls gut mit Wasserwellen in Szene gesetzt werden. Damit dein Look nicht übertrieben und immer noch alltagstauglich wirkt, solltest du auf zu viele Accessoires verzichten und auch beim Make-Up lieber einen Gang zurückschalten. Deine Frisur ist aufregend genug und wird dafür sorgen, dass du ein Blickfang bist.

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