Nägel marmorieren – Anleitung für die Wassertechnik

Nägel marmorieren, das klingt aufwendig und kompliziert. Ganz so wild ist es gar nicht und vor allem zu Hause umsetzbar. Wir zeigen dir, wie es geht.

Fingernägel marmorieren
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Wer eine ausgefallene Maniküre haben möchte, muss ins Nagelstudio? Nicht unbedingt. Wenn du ein bisschen Geduld, Geschick und nicht zuletzt auch Kreativität mitbringst, gelingen dir auch zuhause tolle Designs mit Wow-Effekt. Ein ideales Beispiel hierfür ist das Marmorieren der Fingernägel. Klingt kompliziert, ist aber erstaunlich einfach, wenn man denn weiß, wie es funktioniert. Erfahre hier, was sich hinter der Wassertechnik verbirgt und wie du deinen Nägeln einen angesagten Marmor-Look verpasst.

Nägel in Marmor-Optik

Wenn du die Wassertechnik verwenden willst, um deinen Nägeln ein tolles Design zu verleihen, solltest du auf jeden Fall kein Maniküre-Anfänger sein. Die Technik ist zwar einfacher als das Resultat vermuten lässt, doch musst du auf jeden Fall auch ein bisschen Fingerspitzengefühl mitbringen.

Was du zum marmorieren brauchst

  • einen hellen Grundlack
  • verschiedene Nagellack-Töne (die, die dir am besten gefallen)
  • einen Klarlack
  • ein Glas oder eine Schale mit Wasser (Zimmer-Temperatur)
  • Klebestreifen
  • ein Holzstäbchen (beispielsweise einen Zahnstocher oder einen Schaschlikspieß)
  • Nagellackentferner
  • ein Wattestäbchen
  • Wattepads
  • Küchentuch

Nägel marmorieren – so wird’s gemacht

  1. Fülle lauwarmes Leitungswasser in ein Glas oder in eine Schale und lasse es auf Zimmertemperatur herunterkühlen.
  2. Lackiere die Nägel, die marmoriert werden sollen mit einem hellen Grundlack.
  3. Lasse diesen Lack gut trocknen.
  4. Nimm nun die Lacke, die du für die Marmorierung verwenden willst und gib je einen Tropfen in das Wasser (wichtig: Nicht nebeneinander tropfen, sondern einen Lack in den anderen geben, sodass Kreise entstehen).
  5. Tipp: Die Wassertechnik zum Marmorieren von Fingernägeln funktioniert am besten mit Nagellacken des gleichen Herstellers.

  6. Wiederhole den Vorgang so oft, bis du genug Lack ins Wasser getropft hast.
  7. Nimm nun das Holzstäbchen und ziehe ab der zweiten Farbe von außen ein Muster in die Oberfläche (hierfür gibt es keine Vorgaben, gestalte das Muster so, wie es dir am besten gefällt).
  8. Klebe dein Nagelbett sorgfältig mit Klebestreifen ab.
  9. Tauche den Nagel nun ins Wasser und entferne überschüssigen Lack mit dem Holzstäbchen.
  10. Ziehe den Finger vorsichtig heraus und lasse den Lack einen Moment antrocknen.
  11. Entferne den Klebestreifen.
  12. Wiederhole den Vorgang an den anderen Nägeln.
  13. Entferne große Lackrückstände mit einem Wattepad und kleine Fehler direkt am Nagel mit dem Wattestäbchen.
  14. Fixiere das Marmor-Ergebnis mit einem Klarlack.

Es erfordert ein bisschen Übung, bis das Resultat so sauber und ordentlich ist, wie du es dir wünschst. Gib die Hoffnung also nicht gleich auf, wenn die Wassertechnik nicht gleich beim ersten Mal funktioniert und die Marmorierung eher wie ein Unfall aussieht.

Jeder Nagel ein Unikat

Das Spannende an der Wassertechnik ist, dass du nie wissen kannst, wie das Ergebnis am Ende aussehen wird. Jeder Nagel, den Du „marmorierst“, wird ein Unikat sein und somit Abwechslung und Individualität in Deine Manikür-Routine bringen. Noch spannender wird es, wenn du mit verschiedenen Farben herum experimentierst und auch die Anzahl der Töne immer mal veränderst. Nägel können sowohl nur mit zwei als auch mit ganz vielen verschiedenen Farben marmoriert werden.

Was am besten aussieht und dir besonders gut steht, hängt natürlich maßgeblich von deinem Typ ab. Während es manche Ton in Ton mögen, drehen andere bei der Wahl der Farben richtig auf. Ziemlich schick und stilvoll wird der Look, wenn du lediglich einen schwarzen und einen weißen Nagellack verwendest. Dieses Ergebnis dürfte echtem Marmor tatsächlich am nächsten kommen.


Probiere einfach verschiedene Varianten aus, um herauszufinden, welcher Marmor-Style dir am besten gefällt. Lass deiner Kreativität freien Lauf!

Weniger ist mehr

Übrigens: Du musst auf keinen Fall alle zehn Fingernägel marmorieren. Das ist nämlich nicht nur ziemlich viel Arbeit, sondern sieht häufig auch etwas übertrieben aus. Wenn Du es eher klassisch magst und nur einen kleinen Eyecatcher auf Deine Nägel zaubern willst, empfiehlt es sich, nur einen einzelnen zu marmorieren. Die meisten Hobby-Nailartists bevorzugen hierfür den Ringfinger. Es steht dir aber frei, auch jeden anderen Finger auszuwählen und mit einer tollen Marmor-Optik zu versehen. Wenn du nur einen Nagel mit der Marble-Technik marmorierst, ist es wichtig, dass die übrigen trotzdem farblich dazu passen. Insgesamt sollten deine Nägel ein stimmiges Bild ergeben und sich nicht zu stark voneinander unterscheiden.

Testen, ob der Nagellack geeignet ist

Bevor du dich nun völlig dem Marmor-Fieber hingibst und fleißig die Wassertechnik übst, solltest du noch wissen, dass nicht jeder Nagellack hierfür geeignet ist. Welcher Lack sich anbietet und welcher nicht, findest du mit diesem einfachen Trick heraus.

  • Tropfe etwas Nagellack auf die Wasseroberfläche und beobachte, wie er sich verteilt.
  • Füge anschließend einen weiteren Tropfen (des gleichen Lacks) hinzu.
  • Bleiben die Kreise verhältnismäßig klein, dann kann es sein, dass der Nagellack eher nicht für die Wassertechnik geeignet ist. Diese funktioniert am besten, wenn die Farben richtig schön verlaufen und somit eine hauchdünne Schicht auf der Wasseroberfläche ergeben.
  • Das ist wichtig, damit das Ergebnis auf deinen Nägeln am Ende so filigran und leichtfüßig wie gewünscht aussieht.
  • Verteilt sich der Lack nicht richtig, entsteht eine ziemlich dicke Schicht, die nur schwer trocknet und einfach klobig auf deinem Nagel aussieht.

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